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TuS 1947 Radis: Tormaschine läuft auf Hochtouren

Steven Just (beim Wurf) erzielte beim 42:27-Sieg gegen den HC Burgenland zwei Tore für Oberliga-Spitzenreiter TuS 1947 Radis.

Steven Just (beim Wurf) erzielte beim 42:27-Sieg gegen den HC Burgenland zwei Tore für Oberliga-Spitzenreiter TuS 1947 Radis.

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Thomas Klitzsch

Radis -

Die Oberliga-Handballer von TuS 1947 Radis haben mit einem 42:27-Heimsieg gegen den HC Burgenland ihre Tabellenführung ausgebaut. Verfolger ESV Lokomotive Pirna zog beim SV Plauen-Oberlosa 20:26 den Kürzeren und hat nun drei Minuspunkte mehr auf dem Konto. „Gegner Burgenland agierte genau so, wie wir es im Vorfeld analysiert hatten. Ich habe mein Team nochmals umgestellt. Deshalb waren wir schwer berechenbar. Abwehr und Torhüter haben den Grundstein zum Erfolg gelegt“, betonte Spielertrainer Steffen Fischer nach dem Schlusspfiff. „Diesmal lief alles so, wie wir uns das vorgestellt haben. Keeper Christian Brandt und Carlo Wittig haben ihr ganzes Können abgerufen. Außerdem hat sich die Rückkehr von Kilian Kraft bemerkbar gemacht“, ergänzte Kapitän Sebastian Mensch, der in seiner weiteren Analyse noch von viel Spaß und tollem Teamgeist sprach.

Für den Spitzenreiter lief die Partie am Samstag voll nach Plan. Die Heidesieben ging sofort 5:2 in Führung. Das Team aus Naumburg fand in der von Max Ziemann dirigierten Radiser Abwehr nur sehr selten eine Lücke. Zudem spielten die Hausherren in der Verteidigung äußerst variabel. Mal defensiv 6:0, dann wieder 5:1 mit Patrick Heddrich auf der Spitze. Die Gäste aus dem Burgenland wirkten ratlos und fanden kein Gegenmittel. Wenn es ihnen doch gelang, bereinigte Keeper Christian Brandt die Situation. Radis zeigte in den ersten 30 Minuten schöne Spielzüge und hatte beim Gang in die Kabinen deutlich 18:9 die Nase vorn. Trotz des Vorsprungs gab Trainer Fischer seinen Schützlingen für die zweite Halbzeit klare Anweisungen: Grundordnung behalten und sich keine Nachlässigkeiten erlauben. In der 39. Minuten verlor der Primus seinen Abwehrchef. Max Ziemann wurde nach einer übermotivierten Aktion disqualifiziert und musste sich die Partie von der Tribüne aus ansehen.

Beim Stand von 24:13 bekamen vor allem die Spieler ihre Einsatzzeiten, die sonst weniger im Rampenlicht stehen. Besonders Franz Hildebrandt und Torwart Erik Pannier nutzten ihre Chance. Letzterer entschärfte schon in der ersten Hälfte einen Siebenmeter der Gäste und zeigte besonders in den letzten zehn Minuten eine engagierte Leistung zwischen den Pfosten. Bis zum Schlusspfiff spielte die Heidesieben nun ihren Stiefel mit aller Erfahrung herunter und holte sich wiederholt den Beifall der Fans in der Sporthalle Lindenallee ab. Burgenland war chancenlos. (mz)

TuS 1947 Radis: Erik Pannier, Christian Brandt, Kilian Kraft (6), Sebastian Mensch (5), Steffen Fischer (7), Marcel Michna (3), Franz Hildebrandt (4), Max Ziemann (3), Steven Just (2), Benedikt Zahn (1), Carlo Wittig (8), Patrick Heddrich (3)