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MTV Wittenberg: Gute Laune beim Training

Spieler

Die Wittenberger Regionalliga-Volleyballer (im Angriff) erwarten am Sonntag um 15 Uhr in der Stadthalle Mitaufsteiger Berliner VV II.

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Thomas Klitzsch

Wittenberg -

Ulf Jonas hat es beim Betreten der Halle sofort gespürt. „Alle waren locker drauf“, sagt der Trainer des Volleyball-Regionalligisten MTV Wittenberg und hofft, dass seine Schützlinge nach dem 3:1-Sieg beim USV Potsdam wieder in die Spur kommen. Drei Niederlagen in Serie haben den 47-jährigen Coach ordentlich gekratzt. Der MTV ist deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben und hat laut Jonas phasenweise völlig lustlos gespielt. „Das Training am Dienstag hat richtig Spaß gemacht“, blickt er zurück, alle sind mit viele Eifer zur Sache gegangen. „Das Match in Potsdam hat mir auch gezeigt, dass der Teamgeist stimmt. Trotz unserer Talfahrt zu Beginn der Rückrunde.“

Am Sonntag um 15 Uhr stehen die Wittenberger in der Stadthalle Mitaufsteiger Berliner VV II gegenüber. Das Team aus der Landeshauptstadt ist sozusagen durch die Hintertür in die Regionalliga gekommen. Nach dem Rückzug des Luckenwalder VC setzten sich die Berliner in einem Qualifikationsturnier gegen den SSV Gardelegen und Energie Cottbus durch. In der Staffel Nordost steht die Drittligareserve mit 17 Punkten auf dem achten Platz. Jonas spricht vom Gegner mit viel Respekt. „Wenn ein Verein eine Drittliga- und Regionalliga-Mannschaft stellt, muss er über viel Potenzial verfügen“, so der Coach, der dran erinnert, dass die „Zweite“ aus der Lutherstadt in der Landesklasse auf Punktejagd geht. An das erste Duell gegen die Berliner kann sich der 47-Jährige noch erinnern. Der MTV ging im Oktober 2015 als 3:1-Sieger vom Parkett und baute seine Tabellenführung aus. Nach dem Schlusspfiff vermisste Jonas die Freude bei seinen Schützlingen und betonte, dass Siege schon zur Normalität gehören. „Der Mitaufsteiger spielt einfachen Volleyball. Große Stars hat er nicht in seinen Reihen“, so der Coach weiter, dem am Sonntag die volle Kapelle zur Verfügung steht. Das Ziel ist klar: Die Gastgeber wollen die nächsten beiden Punkte einfahren und ihren Fans endlich wieder ein schönes Heimspiel bieten. „Das sind wir ihnen schuldig“, meint der 47-Jährige.

An Spekulationen zum Thema Meisterschaft will er sich nicht beteiligen. Favorit und Spitzenreiter TSV Spandau werde sich den ersten Platz kaum nehmen lassen, dahinter kämpfen mehrere Teams um die Medaillenplätze. Der Coach betont, dass der Verein vor dem Start in die neue Saison Rang fünf als Ziel ausgegeben hat, der MTV hat als Zweiter alle Trümpfe in der Hand, die Vorgabe zu überbieten. „Natürlich“, sagt er, „müssen wir unsere Hausaufgaben ordentlich erledigen und stets drei Punkte holen. Sonst ziehen die anderen Medaillenkandidaten an uns in der Tabelle vorbei.“ (mz)