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Kegeln in Möhlau: Die Glocke läutet: alle Neune!

Schnuppertraining auf der Möhlauer Kegelbahn.

Schnuppertraining auf der Möhlauer Kegelbahn.

Foto:

Thomas Klitzsch

Möhlau -

Die Kegler des SV Glückauf Möhlau rühren mit Eifer die Werbetrommel für ihren Sport. Seit vier Jahren laden sie regelmäßig die Mädchen und Jungen aus Hort und Kindertagesstätte auf die Kegelbahn ein. „Zum Schnuppern und Probieren“, sagt Kegel-Abteilungsleiter Marek Pannicke.

Flaute in der Vielseitigkeit

Glückauf geht es wie vielen anderen Vereinen. Nachwuchs fehlt, von allein stehen neue Mitstreiter selten vor der Tür. Ein Beispiel für die Flaute waren die Landesmeisterschaften in der Vielseitigkeit. Die sachsen-anhaltische Kegeljugend gab sich im Spätsommer in Möhlau die Ehre.

Glückauf war stolzer Gastgeber der Titelkämpfe, schickte allerdings keine eigenen Aktiven ins Rennen. Schon damals machte Landes-Nachwuchstrainer Frank Sadenwater auf ein allgemeines Problem aufmerksam. „Die Nachwuchsabteilungen der Vereine haben nicht immer die Größe und Qualität, die es für die Teilnahme an Wettbewerben braucht.“

Glückauf reagiert und setzt die Zusammenarbeit mit der örtlichen Kita fort. Kegeln auf dem Tagesplan: Das ist nicht ungewöhnlich in der Möhlauer Kindertagesstätte „Bummi“. Vor allem die Mädchen und Jungen aus dem Hort kennen sich aus auf der Bahn im Sportforum. Jetzt ist erstmals die älteste Gruppe der Kindergartenkinder zu ihnen gestoßen. „Für die künftigen Schulkinder gibt es jeden Monat ein besonderes Highlight“, erzählt Erzieherin Viola Schmidt. „Kegeln gehört dazu.“

Doch wie funktioniert das mit dem Sport unterm Hallendach? Klaus Tennert erklärt. Er schiebt seit Jahr und Tag im Glückauf-Trikot die Kugel, hat Zeit und Gespür für den Nachwuchs. Der darf staunen über allerhand Technik auf der Bundeskegelbahn. „Und wenn wir alle Kegel treffen, wird die Glocke geläutet.“ Da hat Elisabeth genau aufgepasst. Moritz, Hans und die anderen haben indes ein Auge für Anzeigetafeln und Kegelaufstellautomatik. Die Jungs sind hin und weg.

Doch noch folgt die Nagelprobe. Die Kugel muss sicher platziert und mit ordentlich Schwung geschoben werden. Kein Übertreten, kein Wurf an die Bande. Kegeln hat es in sich, macht aber auch Spaß und bietet allerhand Erfolgserlebnisse. Es schlaucht aber auch. Selbst die kleineren Kugeln für Kinder sind echte Schwergewichte. Schweiß fließt, Erfrischung tut not. Mit Eifer kämpfen Mädchen und Jungen um den Sieg. Kegel fallen, die Glocke wird geläutet. Alle Neune? Na ja. Beim Schnuppertraining muss nicht alles nach ganz strengen Regeln laufen. Kegeln soll Spaß machen. „Vielleicht haben ja ein paar Mädchen und Jungen Lust, bei uns mitzumachen“, sagt Marek Pannicke.

Bewegung ist ein Muss

In der Kita „Bummi“ ist Kegeln nicht der einzige Sport. „Einmal in der Woche geht es in den Sportraum oder die Turnhalle“, erzählt Tagesstätten-Leiterin Tosca Rusetzki. Gesunde Lebensweise ist im Kita-Programm verankert und hört nicht bei gesunder Ernährung auf. Bewegung ist ein Muss für die Mädchen und Jungen. Beim Weg zurück von der Kegelbahn in Hort und Kita kommen sie am Sportplatz vorbei. Das Areal kennen sie ziemlich gut. „Wenn es wärmer wird, sind wir regelmäßig hier. Wir machen auch Sportwettkämpfe“, so die Kita-Chefin. (mz)


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