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Handball: Video „entblößt“ Torjäger

Der zwei Spiele gesperrte Kilian Kraft (am Ball) steht den Oberliga-Handballern von TuS 1947 Radis am Samstag wieder zur Verfügung. Der Spitzenreiter erwartet um 18 Uhr in Gräfenhainichen den HC Burgenland.

Der zwei Spiele gesperrte Kilian Kraft (am Ball) steht den Oberliga-Handballern von TuS 1947 Radis am Samstag wieder zur Verfügung. Der Spitzenreiter erwartet um 18 Uhr in Gräfenhainichen den HC Burgenland.

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Thomas Klitzsch

Wittenberg -

Steffen Fischer ist optimistisch. „Ich hoffe“, sagt der Spielertrainer von Handball-Oberligist TuS 1947 Radis, „dass der Knoten endlich geplatzt ist.“ Spielerisch sei beim Spitzenreiter zwar alles im grünen Bereich, doch Fischer fehlt die Stimmung auf dem Parkett. „Nach der Niederlage gegen Apolda haben wir uns ausgesprochen“, blickt er zurück und erzählt, dass die Spieler nun gegenseitig Emotionen abfordern. Beim Auswärtssieg vergangene Woche in Staßfurt haben alle Akteure bewiesen, dass sie nicht nur Sprechblasen produziert haben. „Vielleicht war es auch das EM-Finale Deutschland gegen Spanien, das bei meinen Schützlingen eine Initialzündung ausgelöst hat“, sagt er.

Am Sonnabend um 18 Uhr steht der Tabellenführer in der Gräfenhainichener Sporthalle Lindenallee dem HC Burgenland gegenüber. Das Team von Ines Seidler steht auf dem sechsten Platz und ist für seinen Tempo-Handball bekannt. Zudem hat das Team aus Naumburg mit Kenny Dober und Jan Schindler zwei Top-Torjäger in seinen Reihen. „Wir haben uns mit einer sehr ausführlichen Videoanalyse auf die Partie vorbereitet“, sagt Fischer, der die Stärken und Schwächen von Dober und Schindler aus dem Effeff kennt. Der Coach macht aus seinen Erkenntnissen kein Geheimnis. „Dober ist klein und wendig, aber nicht sehr wurfgewaltig aus dem Rückraum. Schindler versuchen wir per konsequenter Abwehrarbeit aus dem Spiel zu nehmen. Ich denke, eine 6:0-Deckung ist die beste Variante.“

Abwehrchef Christian Telehuz sitzt weiter eine Rotsperre ab (noch zwei Begegnungen), Kilian Kraft ist wieder dabei. Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Keeper Michal Galia, der unter der Woche eine Mandeloperation über sich ergehen lassen musste. „Benedikt Zahn aus dem Verbandsliga-Kader wird uns erneut aushelfen. Er hat seine Sache gegen Staßfurt recht gut gemacht.“ Fischer will den Gegner aus der Domstadt mit seinen eigenen Waffen schlagen und setzt auf eine Mischung aus wie erwähnt guter Abwehrarbeit und Tempohandball. „Außerdem“, sagt er, „werde ich dafür sorgen, dass von der ersten Minute an richtig Stimmung auf dem Parkett ist.“ Burgenland ist laut seiner Einschätzung ein sehr unbequemer Gegner. Beim knappen 29:27-Hinspielerfolg hat sich Radis strecken müssen. Diesmal soll der Sieg deutlicher ausfallen. Der breite Kader macht ihn optimistisch. (mz)