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Handball TuS 1947 Radis: Heidesieben bleibt chancenlos gegen Aschersleben

Carlo Wittig traf in Aschersleben zwei Mal. Dennoch unterlagen die Radiser dem Gastgeber.

Carlo Wittig traf in Aschersleben zwei Mal. Dennoch unterlagen die Radiser dem Gastgeber.

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Thomas Klitzsch

Radis -

Die Oberliga-Handballer von TuS 1947 Radis haben das Auswärtsspiel in Aschersleben mit 25:29 verloren. Das Ergebnis wurmte Spieler und Offizielle so sehr, dass sie nach dem Abpfiff für Aussagen nicht zur Verfügung standen.

Bereits unter der Woche hatte sich die Situation im Radiser Lager verschärft. Neben dem gesperrten Christian Telehuz standen Michal Galia und zumindest für das Abschlusstraining nach Knöchelverletzung Benedikt Zahn nicht zur Verfügung. Komplett passen mussten Franz Hildebrandt (Muskelfaserriss) und Kapitän Sebastian Mensch.

Dennoch stellte sich die Heidesieben der Herausforderung und startete auch gut in die Partie. Schnell lag man mit 4:2 in Front. Aschersleben verlor in der 11. Minute zudem Eric Straßburger nach einem groben Foul an Kilian Kraft.

TuS konnte den Vorteil aber nicht nutzen. Der Platzverweis war eher ein Weckruf an die Heimmannschaft. TuS gelang praktisch nichts mehr. Was die Fischer-Truppe auch versuchte, ein vernünftiger Abschluss blieb aus. Nur durch Einzelaktionen konnten noch Treffer erzielt werden. So konnte man auf Radiser Seite über den 13:16-Halbzeitstand fast noch glücklich sein.

Steffen Fischer machte in der Kabine keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit. Rigoros zeigte er die Probleme und darauf abgestimmte Lösungen auf.

Radis begann den zweiten Abschnitt mit einer gewagt offenen Abwehrvariante. Das spielte den Alligators in die Karten. Immer wieder stießen sie in die Lücken. In der Abwehr wiederum stand Aschersleben besser als das Team aus Radis und packte knallhart zu.

Christian Brandt war einer der Sieggaranten der letzten Spiele. Am Sonnabend erwischte auch er nicht seinen besten Tag. Er fand einfach nicht die Abstimmung mit dem Abwehrverbund. So hatten die Gastgeber leichtes Spiel.

Nach einer Auszeit in der 50. Minute war bei TuS wenigstens ein letztes Aufbäumen zu erkennen. Radis versuchte mit Macht, die Niederlage abzuwenden. Der Trainer stellte auf ein 6:0 um. Aschersleben scheiterte häufiger am starken Gästeblock. Die Kehrtwende brachte die taktische Neuausrichtung jedoch nicht mehr. TuS musste mit einer 25:29-Niederlage nach Hause in die Heide fahren.

Gut möglich, dass angesichts der Personalprobleme das Spiel mit einem stark ausgeprägten Abwehrblock eine Variante für die nächsten Begegnungen sein wird. Zumal Radis nach der Umstellung in Aschersleben verstärkt einfache Ballgewinne erzielen konnte. Allerdings fehlte dann wieder das Glück beim Torwurf. Trainer Steffen Fischer kündigte nach der Niederlage eine genaue Problemanalyse an.

TuS 1947 Radis: Erik Pannier, Christian Brandt, Kilian Kraft (8), Steffen Fischer (3), Benedikt Zahn (1), Marcel Michna (1), Max Ziemann (3), Steven Just (1), Carlo Wittig (2), Patrick Heddrich (6), Christian Jünemann (mz)