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Handball-Sachsen-Anhalt-Liga: Null Punkte für Gräfenhainichen und Wittenberg

Andreas Schröder (am Ball)

Andreas Schröder (am Ball) erzielte bei der 24:30-Niederlage gegen Spitzenreiter SV Oebisfelde zwei Tore für den HBC Wittenberg.

Foto:

Thomas Klitzsch

Wittenberg -

Den Handballern der BSG Aktivist Gräfenhainichen und des HBC Wittenberg ist es am Wochenende nicht gelungen, für eine Sensation zu sorgen. Beide Sachsen-Anhalt-Ligisten gingen beim jeweiligen Spitzenreiter als Verlierer vom Parkett.

Sachsen-Anhalt-Liga Frauen

Die Frauen der BSG Aktivist Gräfenhainichen haben am Sonntag ihre erste Niederlage in diesem Jahr kassiert. Bei Spitzenreiter Union Halle-Neustadt II unterlagen die Schützlinge von Trainer Jens Bertuleit 20:30. „Die Niederlage fiel viel zu hoch aus“, schätzte der Übungsleiter im Nachgang ein. „Doch wer zum Beispiel nur sieben von 13 Strafwürfen verwandelt, muss sich nicht wundern, wenn er am Ende mit leeren Händen dasteht“, legte er den Finger gleich auf die Wunde. Der mitgereiste Spieler von TuS Radis II, Stephan Blechschmidt, ergänzte: „Wenn ein Spieler drei Fehler macht, ist dies zu verkraften.

Wenn sich aber jeder im Team drei Fehler leistet, sind das in der Summe zu viel des Guten.“ Dabei startete die BSG ganz gut ins Spiel. Nach fünf Minuten führten die Gäste 3:1. „Da hätte es schon 5:2 für uns stehen müssen“, ärgerte sich Vereinsvorsitzender Hans-Joachim Kramer. Der Grund waren die trotz der Führung zahlreichen eigenen Fehler und ein völlig verharzter Ball, mit dem die Aktivist-Frauen haderten. Trotzdem konnten die Gäste eine knappe 10:9-Führung in die Pause retten. Die zweite Halbzeit brachte die Wende zu Gunsten des Spitzenreiters. Zudem häuften sich die Fehler auf Seiten der BSG. Aufgrund mehrerer Zeitstrafen standen die Aktivistinnen in der 40. Minute nur als Viererpack auf dem Parkett. Union II setzte auf Konter und hatte mit diesem Rezept viel Erfolg.

Sachsen-Anhalt-Liga Männer

„So leicht wird es vielleicht nie wieder werden, in Oebisfelde zu gewinnen“, meinte der Trainer des HBC Wittenberg, Sven Jäger, nach der 24:30-Niederlage beim Spitzenreiter. Der Coach sprach von einem Fehlerfestival des Tabellenführers und ärgerte sich, dass seine Mannschaft sich am Samstag diesem Niveau teilweise angepasst hat. Der Außenseiter aus der Lutherstadt geriet in der Hans-Pickert-Halle zwar schnell ins Hintertreffen (1:3, 6:11), doch beim Pausenpfiff war den HBC-Spielern die Hoffnung noch nicht vergangen, in Oebisfelde etwas zu reißen (10:15).

In der 45. Minute betrug der Rückstand sogar nur vier Tore (20:24). „Dann nehmen die Hausherren eine Auszeit und bringen uns etwas aus dem Rhythmus. Wir haben die Möglichkeit, weiter zu verkürzen, doch bringen den Ball im Tor nicht unter“, so Jäger. In der Schlussphase fehlte den Gästen auch die Kraft, um für eine Wende zu sorgen. „Michael Schmidt hat insgesamt neun Treffer erzielt und ein gutes Spiel gemacht. Doch auf seinen Schultern lastete zu viel Verantwortung“, meinte Jäger, der Torjäger Robert Giese schmerzlich vermisste. Zudem verletzte sich Lukas Knape bei seiner ersten Aktion und konnte deshalb nicht sein gesamtes Leistungsvermögen abrufen. Für ihn sprang Keeper Julien Nater als zusätzlicher Feldspieler in die Bresche und erzielte sogar einen Treffer für Wittenberg. (mz)



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