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Fußball-Landesliga : Sorgenfalten zum Rückrundenstart

Der Annaburger Markus Gräbner (links) erwartet mit seiner Mannschaft am Sonnabend zum Rückrundenauftakt den 1. FC Weißenfels.

Der Annaburger Markus Gräbner (links) erwartet mit seiner Mannschaft am Sonnabend zum Rückrundenauftakt den 1. FC Weißenfels.

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MZ-Archiv/Schulz

Annaburg/Elster -

Die Fußball-Landesliga nimmt nach fast drei Monaten Winterpause wieder Fahrt auf. „Es wird auch Zeit. Wir brauchen endlich wieder richtigen Wettkampf“, erklärt Uwe Rohlik. Mit Volldampf wollte der Cheftrainer des SV Grün-Weiß Annaburg durchstarten und möglichst schnell die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen. Stattdessen verbreitet er ähnliche Hiobsbotschaften wie schon während der Hinrunde. Kurzum: Grün-Weiß gehen die Spieler aus. „Das ist der rote Faden bei uns“, sagt er.

Große Hoffnung hatte Rohlik auf Michal Obrtlik gesetzt, der fast zwei Jahre mit einem Schienbeinbruch ausgefallen ist. Nach einigen Trainingseinheiten ist die Euphorie dahin. Muskuläre Probleme machen den Einsatz des Tschechen unmöglich. Dabei hätte Obrtlik mit seiner Routine eine wichtige Stütze sein sollen, wenn die Annaburger am Sonnabend um 14 Uhr den 1. FC Weißenfels empfangen. „Das ist ein echter Brocken“, sagt Rohlik über den aktuell Tabellenvierten. Weißenfels hat noch Luft nach oben. Zwei Spiele muss das Team nachholen. „Die wollen im Klassement ganz hoch“, vermutet Annaburgs Trainer und hofft auf den Erfolgsmoment. „Wir haben keine Angst und zu Hause gute Erfahrungen gegen Weißenfels gesammelt.“ Das bisher einzige Landesligaspiel beider Mannschaften in Annaburg entschieden die Grün-Weißen für sich. Allerdings steht aus der Hinrunde der laufenden Saison auch eine 0:2-Pleite in den Büchern.

Rohlik will nicht aufstecken. Obwohl er länger über Verletztenlisten denn mögliche taktische Varianten gegen Weißenfels erzählen kann. Das Lazarett der Annaburger ist voll. Neben Obrtlik sind unter anderem Manuel Richter, Philipp Grundmann und Stefan Lutzmann nicht auf der Höhe. Fehlen werden außerdem Florian Klöpping, Matthias Lossin und Willi Uhlitzsch. „Ich könnte weiter aufzählen. Das hilft aber nichts“, so der Coach, der von einem Sturmlauf der Weißenfelser ausgeht. Er wird eine defensiv ausgerichtete Elf auflaufen lassen und auf Konter warten. „Vielleicht knacken wir sie und holen doch die Punkte.“

Tobias Klier argumentiert nicht viel anders. Der Trainer der Eintracht aus Elster spricht ebenfalls von klar verteilten Rollen. Seine Mannschaft muss am Samstag (Anstoß 14 Uhr) zum Tabellendritten Blau-Weiß Zorbau. „Die Gastgeber sind klarer Favorit“, stellt Klier fest. Zumal der Eintracht-Motor während der Saison immer wieder stotterte und gegen Zorbau in der Hinrunde nicht mehr als ein Remis drin war. Elsters Trainergespann Sven Klebitz/Tobias Klier muss morgen improvisieren. Selten waren so viele Spieler nicht einsatzfähig. Torwart Robin Brandenburg fehlt nach Knöchelbruch auf Dauer. Passen müssen aller Voraussicht nach Pitt Schultz und Jens Puhlmann. Ob René Rosenberger, Tony Matthias und Neuzugang Eduardo Almeida fit werden, bleibt abzuwarten. Dennoch erwarten die Trainer Leistung. Punkte sollen her. In der Rolle des Außenseiters fühlt sich die Eintracht wohl. (mz)