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VfB Sangerhausen holt einen Punkt gegen Stedten: Noch viel Platz nach oben

Steven Ebert

Kapitän Steven Ebert.

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Kandel

Sangerhausen -

13 Treffer erzielte Fußball-Verbandsligist VfB Sangerhausen in den ersten zwei Testspielen nach der Winterpause. Tor Nummer 14 kam am Sonnabend nicht dazu. Gegen die Landesliga-Vertretung von Romonta Stedten kamen die Sangerhäuser nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.

Dabei war das 0:0 wahrlich kein Unentschieden der besseren Art. „Die erste Halbzeit war noch einigermaßen vernünftig, in der zweiten Hälfte war das Tempo dann raus“, charakterisierte Stedtens Coach Uwe Zorn die vorausgegangenen 90 Minuten auf dem Kunstrasenplatz im Friesenstadion.

Die begannen die Sangerhäuser in einer umgekrempelten Formation. Andre Meyer, Marcel Koplin (beide erkrankt), Daniel Trautmann (Urlaub) und Marcus Rauer (verletzt) fehlten. So rückten Justin Kulla, Max Hennig, Mika Scholz und später Micha Haselbacher ins VfB-Team, dessen Kapitän diesmal Steven Ebert war.

Die beste Chance zur Führung der Gastgeber hatte Kevin Schäffner. Der VfB-Torjäger, ansonsten bei den Abwehrrecken von Romonta in guten Händen, versuchte sich nach Vorarbeit von Robert Knopp in der 25. Minute gleich zweimal, seine Schüsse wurden aber jedes Mal noch abgefangen.

Für Stedten notierten die Zuschauer drei Möglichkeiten, die aber allesamt nichts einbrachten.

Auch in der zweiten Halbzeit konnte Uwe Zorn mit der Leistung seiner Romonta-Elf zufrieden sein. Sie ließ auch weiterhin gegen die Sangerhäuser nicht viel zu. Beim VfB dagegen blieb vieles Stückwerk, die beste Möglichkeit der zweiten Halbzeit hatte Danny Schulz zwölf Minuten vor Ultimo, doch er scheiterte an Romonta-Keeper Nils Grünhage. Ansonsten lief vieles beschaulich ab. Bezeichnend, dass Kapitän Steven Ebert sein Team zu mehr Tempo aufforderte. „Männer bewegt euch doch mal, wir gucken zu viel zu“, puschte er seine Mannschaft. Genutzt hat es nichts. Der Landesligist aus Stedten hatte wenig Probleme, das Spiel zu kontrollieren.

Als dann der Sangerhäuser Schlussmann Maik Bemmann Sekunden vor dem Spielende bei einer der durchaus vorhandenen Chancen der Gäste parierte, war das 0:0 endgültig perfekt.

„Wir haben zu Null gespielt“, zog der Sangerhäuser Trainer Martin Kinast ein knappes Fazit der 90 Minuten. Was so erst einmal stimmt, für einen Verbandsligisten im Vergleich mit einem Landesligisten aber eher bescheiden ist.

Gesprächiger war da schon Kapitän Steven Ebert. „Wir haben das System des Trainers so umgesetzt, wie er es sich vorstellt. Ich sehe uns auf einem guten Weg. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Uwe Zorn war ebenso zufrieden. „Das Niveau des Spiels war sicherlich mäßig. Aber wir haben immerhin bei einem Verbandsligisten nicht verloren.“

Das nächste Vorbereitungsspiel bestreitet die Verbandsliga-Mannschaft des VfB am Sonnabend. Dann empfängt sie ab 14 Uhr die Vertretung vom SC Leinefelde. (mz)