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Tischtennis: MSV Hettstedt verliert alle Einzelspiele

Victors Sirokijs in Aktion

Nur Victors Sirokijs (vorn) hat Normalform gezeigt.

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Jürgen Lukaschek

Hettstedt -

Ein Wochenende zum vergessen erlebte die Mannschaft des MSV Hettstedt in der Regionalliga Tischtennis. Gegen zwei unmittelbare Tabellennachbarn wurden auswärts Niederlagen kassiert. Im ersten Spiel des langen Wochenendes mussten die Spieler von der Wipper erstmals zum TTC Holzhausen. Die Leipziger erkämpften sich im Hinspiel ein 8:8 und auch an diesem Tag lief bis zum 5:4 bei Halbzeit für die Sachsen alles auf einen Unentschieden.

Schock für den MSV Hettstedt

Sirokijs, Putuntica siegten im Doppel, Putuntica und Sirokijs zudem im Einzel und auch Alexander Pazdyka holte seinen ersten Einzelerfolg des Tages. Dabei revanchierte er sich bei Falko Hille (ehemaliger Landesmeister von Sachsen-Anhalt) für seine Hinspielniederlage. Doch dann riss buchstäblich der Faden und dem MSV gelang es nicht, diesen wieder aufzunehmen. Nimmt man die Spiele aus der Vorrunde, so waren zumindest Putuntica und Lushin Favoriten und auch Jonathan Nunez und Alexander Pazdyka durften Siegchancen eingeräumt werden. In Folge verloren die Mannen im Trikot des MSV aber alle Einzelspiele. Ein 4:9 stand so zu Buche - Schock.

Verdutztes Augenreiben

Wenig erholt davon präsentierten sich die Hettstedter am Tag darauf in Hohenstein-Ernstthal. Eine traumhafte hergerichtete Sporthalle, gefüllt mit leidenschaftlichen Fans, wurde war an diesem Tag beim 2:9 noch das Beste. Alle drei Doppel gingen an die Sachsen, wobei vor allem Sirokijs und Putuntica weit von Normalform entfernt auftraten. In den Einzeln zeigte sich das Bild der Rückrunde, keiner der Spieler von Position eins bis vier (Putuntica, Lushin, Roß und Nunez) kam annähernd an die Form der Hinrunde heran. Zwar gelang Putuntica ein knapper 3:2 Erfolg über Neumann-Manz. Jedoch wer das Hinspiel sah, rieb sich verdutzt die Augen, wie eng diese Partie diesmal verlief. Aleksandr Lushin ist fehlendes Training aufgrund Abiturstress deutlich anzumerken. Dazu kommt wöchentlicher Reisestress durch Flüge von Estland nach Deutschland. Wohl zu viel für den Abwehrriesen.

Fast alle Erwartungen erfüllt

Sorgenkinder sind auch die beiden Spieler im mittleren Paarkreuz. Robert Roß fehlt oft ein Stück, um sich zu belohnen, was, wenn man wie er immer über Niveau spielen muss, ganz schön am Selbstvertrauen nagt. Jonathan Nunez hingegen schafft es nicht, sein ganzes Potenzial zielführend auf den Tisch zu bringen. Einziger Lichtblick im aktuell so finsteren Blickwinkel der Spieler des MSV sind Victors Sirokijs und Alexander Pazdyka. Sirokijs, noch gänzlich ohne Einzelniederlage, bestätigt seine Konstanz. Der junge Pazdyka hingegen liefert Woche für Woche gute Leistungen und erfüllt fast alle Erwartungen. Im Spiel in Hohenstein allerdings gelang fortan fast nichts mehr. Lushin musste Zakharov gratulieren. Roß und Nunez sorgten in der Mitte für wenig Freude bei den mitgereisten Zuschauern des MSV. Alexander Pazdyka kämpfte um jeden Ball, jedoch in der Summe der Ereignisse war Hornborgen eine Nummer zu groß. Nur Sirokijs siegte in drei Sätzen gegen Albrecht. Das obere Paarkreuz der Gastgeber beendete dann schnell alle Hoffnungen auf eine Wende im Spiel. Putuntica verlor in fünf Sätzen gegen Zakharov und Lushin musste Neumann-Manz sogar nach drei gratulieren.

Klassenerhalt in weiter Ferne

Da der MSV Hettstedt nun gegen direkte Konkurrenten verloren hat und diese dadurch näher an die Hettstedter gerückt sind und noch die Spiele gegen Wernigerode und Schlotheim zu bestreiten haben, ist davon auszugehen, dass beide Gegner vom Wochenende am MSV vorbeiziehen werden. Damit rückt der direkte Klassenerhalt in weitere Ferne. Es läuft somit auf ein Duell mit Schlotheim hinaus. „Daher gilt nun, alles in das nächste Wochenende zu legen. Wir haben dort ein Heimspiel gegen Schwabhausen und ein Spiel in Versbach. Das sind ziemlich unsere letzten Chancen noch was Zählbares zu holen. Mit einer Leistung wie dieses Wochenende geht da definitiv nix“, so ein sichtlich frustrierter Robert Roß. (mz)