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Handball-Bezirksliga Süd der Frauen: Spannend wie im Fernsehen

Sabrina Blass (vorn) erzielte in einer heiß umkämpften Bezirksliga-Partie vier Treffer für die Vertretung des HSV Sangerhausen.

Sabrina Blass (vorn) erzielte in einer heiß umkämpften Bezirksliga-Partie vier Treffer für die Vertretung des HSV Sangerhausen.

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RALF KANDEL

SANGERHAUSEN -

Wer derzeit die Spiele der deutschen Nationalmannschaft im Fernsehen begleitet, braucht starke Nerven. Nicht minder spannend ging es auch auf dem Parkett der Sporthalle der BBS in Sangerhausen zu, als sich die gastgebende Mannschaft des HSV und die Vertretung des HC Burgenland III im Kampf um Punkte in der Handball-Bezirksliga Süd der Frauen gegenüber standen. Die Sangerhäuserinnen feierten dabei im letzten Heimspiel der Hinrunde einen knappen 23:22-Erfolg und damit nach dem 26:18-Erfolg bei TuS Dieskau-Zwintschöna den zweiten Sieg in Serie.

Zittern bis zum Schluss

Anders als beim Erfolg in der Vorwoche musste die Mannschaft von Trainer Volker Erfurt diesmal aber bis zum Schluss um den Sieg zittern. Zunächst sah es in der Sporthalle der BBS nämlich wahrlich nicht nach einem Erfolg der Gastgeberinnen aus. Nach einem 2:2 zogen die Gäste aus dem Burgenland schnell auf 6:2 davon. Danach verwalteten sie ihren Vorsprung, ließen die HSV-Sieben kaum ins Spiel kommen. „Wir haben uns durch den ersten Durchgang gequält. Durch unsere eigenen Fehler haben wir die Gäste stark gemacht“, fasst HSV-Trainer Volker Erfurt das Geschehen der ersten 30 Minuten zusammen. Zur Pause lag seine Mannschaft 9:13 zurück.

Es folgte eine Pausen-Ansprache des Trainers und eine ziemliche Leistungssteigerung der HSV-Sieben. „Die zweite Halbzeit stand unter dem Zeichen Kampf. Einige Dinge von denen, die wir in der Halbzeit angesprochen haben, wurden dann umgesetzt“, erzählt Erfurt in seinem Resümee zur Partie. Die Aufholjagd der Gastgeberinnen um die treffsichere Henriette Koch (neun Tore) begann und wurde belohnt. Beim Stand von 18:18 war der HSV wieder heran, das Spiel begann von vorn. In dieser Phase der Partie wurde es auf der Platte immer hektischer. „Die Burgenländerinnen sind immer aggressiver geworden. Ihre Härte war dann zumindest grenzwertig. Aber wir haben den Kampf angenommen“, so Trainer Erfurt weiter.

Schlagabtausch in den letzten Minuten

Vom 18:18 zog der HSV Sangerhausen auf 22:19 davon, hatte den Sieg so schon vor den Augen. Die letzten zehn Minuten wurden dann zu einem offenen Schlagabtausch, in dem die Gastgeberinnen das bessere Ende für sich hatten. „Wir haben das Spiel verdient für uns entschieden. Die Mannschaft hat die richtige Reaktion auf die unnötigen Aktionen der Gäste in der Schlussphase gezeigt“, freute sich Volker Erfurt nach dem Triumph. Was der Coach meint: „Die Gastmannschaft sorgte mit einer roten Karte und Entgleisungen gegenüber den Schiedsrichtern für eine turbulente Schlussphase. Da war es dann schon ziemlich hektisch.“ Doch das war am Ende egal, die Punkte blieben bei den Sangerhäusern. (mz)

HSV Sangerhausen: Laura Ellmann, Antonia Trümper (1), Nicole Müller (3), Michelle Lippold (2), Sarah Eilert (1), Isabel Mikolaiczyk (1), Julia Siebeck, Sophie Liebau (2), Frederike Reiche, Sabrina Blaß (4), Henriette Koch (9)