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Hallenfußball-Turnier in Sangerhausen: Kaputte Netze und Spannung

Gabriel Schneider (schwarz) und die C-Junioren des VfB schnappten sich den Turniersieg.

Gabriel Schneider (schwarz) und die C-Junioren des VfB schnappten sich den Turniersieg.

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Ralf Kandel

Sangerhausen -

Tor - oder doch nicht? „Die Netze haben so viele Löcher, da sieht man das nicht so genau. Die sind doch so alt wie die Halle. Kein Wunder, dass es da bei einigen Torszenen fragende Gesichter gab“, sagt Edgar Meyer. Die löchrigen Netze waren aber schließlich das Einzige, was der Chef-Organisator am Ende des zweitägigen Hallenfußball-Turniers für Nachwuchsteams zu kritisieren hatte. Ansonsten waren Meyer und mit ihm alle Mitstreiter zufrieden: „Es war ein Erfolg, ohne Wenn und Aber. So wie wir uns das gedacht haben, ist es gelaufen“, fügt Meyer hinzu.

Dabei: So ganz problemlos gingen die Turniere in der Sporthalle der BBS dann doch nicht über die Bühne. Die Teams von Mühlhausen (C-Junioren) und Naumburg (E-Junioren) tauchten trotz Zusage nicht zum Turnier auf. Die Situation wurde schnell gemeistert. Kurzentschlossen stellte Landesmeister Germania Halberstadt, zur Generalprobe vor den Nordost-Deutschen Meisterschaften mit 14 Spielern angereist, zum Beispiel bei den C-Junioren zwei Mannschaften.

Auf dem Parkett ging es dann ebenso spannend wie friedlich zu. Gerade einmal eine Zeitstrafe wurde von den Unparteiischen verhängt.

Das höchste Niveau hatte das Turnier der F-Junioren. Hier zeigten die kleinsten Fußballerinnen und Fußballer, allen voran die Akteure von Turniersieger RB Leipzig, schon Hallenfußball vom Feinsten.

Am spannendsten ging es bei den C-Junioren zu. Hier sah das Team von Lok Leipzig schon wie der sichere Turniersieger aus. Quasi auf der Zielgeraden wurden die Sachsen aber noch vom VfB Sangerhausen abgefangen. Am Ende entschied das Torverhältnis für den VfB.

Ansonsten war das Turnier auch das, was es schon immer war: Ein Stelldichein von zahlreichen talentierten Kickern. Eine Tausch- und Informationsbörse für Trainer und Übungsleiter. Ein Zuschauer-Magnet, auch wenn nicht so viele Fans wie im Vorjahr dabei waren.

Und vor allem war der Edeka-Cup eine perfekt organisierte Veranstaltung, zu deren Gelingen viele Fußball-Enthusiasten beitrugen.

Kein Wunder also, dass Edgar Meyer am Ende zusammenfasste: „Alle haben Hand in Hand gearbeitet und so zum Gelingen beigetragen. Viele Trainer haben uns schon gefragt, ob sie im nächsten Jahr wieder mitmischen können.“

Vielleicht gibt es ja bis dahin dann auch neue Netze. (mz)