Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

Fußball-Landesklasse: Rot-Weiß Großörner gegen Kelbra früh in Rückstand

René Bergner, Torwart von Rot-Weiß Großörner, stand im Spiel gegen Kelbra oft im Blickpunkt. Er parierte mehrfach hervorragend. Bei den zwei Gegentreffern konnte er nichts ausrichten.

René Bergner, Torwart von Rot-Weiß Großörner, stand im Spiel gegen Kelbra oft im Blickpunkt. Er parierte mehrfach hervorragend. Bei den zwei Gegentreffern konnte er nichts ausrichten.

Foto:

Jürgen Lukaschek

Grossörner -

„Gut gemacht, alter Mann“, sagte ein Fan des SV Kelbra zu Spieler Jens Peter, als dieser auf dem Weg in die Kabine war. Der Kelbraer Peter, 49 Jahre alt, hatte seine Mannschaft im Nachholspiel der Fußball-Landesklasse Staffel 4 beim SV Rot-Weiß Großörner früh in Führung gebracht. Sein 1:0 in der 7. Minute spielte den Gästen in die Karten und überrumpelte zugleich den Gastgeber. Dieser erspielte sich im weiteren Verlauf kaum Torchancen, bäumte sich erst in den letzten Spielminuten auf. Aber dabei blieb man glücklos. Anders auf der Gegenseite: Kurz vor Schluss sorgte Kelbras Lucas Müller in der 88. Minute mit dem 2:0 für die Entscheidung der Partie.

Das frühe Tor von Peter habe alle taktischen Zwänge durcheinandergebracht, sagte Großörners Trainer Steffen Heyer nach dem Spiel. Ein Tor, was hätte verhindert werden können, meinten einige der Zuschauer. Ein Flankenball in den Strafraum war lange in der Luft, kam am zweiten Pfosten runter. Großörners Abwehrspieler ging nicht entscheidend dazwischen. Peter köpfte gegen die Laufrichtung von Torwart René Bergner zum 1:0 ein.

87 Zuschauer verfolgen Partie

Der Keeper der Rot-Weißen verhinderte im weiteren Spielverlauf, dass Kelbra schon zeitig das Spiel für sich entscheiden konnte. Gegen Paul Mietz, der in der 39. und 43. Minute zwei Großchancen hatte, parierte Bergner hervorragend und hielt sein Team im Spiel. Die 87 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit nur eine einzige Chance der Rot-Weißen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff fasste sich Norman Aust ein Herz, doch sein Schuss ging über den Kasten.

Die Gäste waren das bessere Team, standen in der Abwehr sicher und hatten auch in der zweiten Halbzeit die ersten Torchancen. Kapitän Steffen Müller profitierte von einem Fehler von Großörners Spielführer Danny Koge. Doch auch Müller scheiterte beim Abschluss an Torwart Bergner (73.). In den letzten zehn Minuten wurde es dann brenzlig für die Gäste. Bei einem Distanzschuss von Aust musste sich SV-Torwart Hannes Apitius erstmals strecken. Drei Minuten später hatten die Fans von Rot-Weiß schon den Torschrei auf den Lippen, als der eingewechselte Felix Schulze auf rechts frei zum Schuss kam. Der Ball flog aber am Tor vorbei. Kurz darauf prüfte Koge den Kelbraer Keeper mit einem scharf geschossenen Freistoß.

Kein Schönheitspreis

Es folgte die Entscheidung: Einen Konter schloss Lucas Müller mit dem 2:0 ab. Das war’s. „Wir hatten zu wenig Torchancen“, konstatierte Großörners Trainer Heyer. „Wir sind im Abstiegskampf“, fügte er an. Kelbra verbesserte sich durch den Sieg auf Rang vier der Tabelle. Trainer Andreas Kundlatsch war zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir wollten die drei Punkte hier mitnehmen und das ist uns gelungen“, sagte er, „aber wenn Großörner eine der Chancen am Ende nutzt und es 1:1 steht, gucken wir uns blöd an.“ Einen Schönheitspreis habe die Partie nicht verdient, meinte er.

Es war für beide Teams das erste Pflichtspiel nach der Winterpause. „Man hat gesehen, dass beide Mannschaften noch nicht auf ihrem Niveau sind“, so Kundlatsch weiter. Dazu kamen schwierige Bodenverhältnisse. (mz)


Es gibt neue Nachrichten!

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?