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Fußball-Hallenmasters in Eisleben: Herthas Dardai wird Torschützenkönig

Herthas Bence Dardai als bester Torschütze des Turniers.

Herthas Bence Dardai als bester Torschütze des Turniers.

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Detlef Liedmann

Eisleben -

„Schade, dass wir im Halbfinale Pech hatten. Aber ansonsten war es super hier“, sagte Bence Dardai am Sonntagnachmittag. Der jüngste Sohn von Pal Dardai, Trainer des Bundesligisten Hertha BSC, hatte zwar mit 13 die meisten Treffer erzielt. Doch in das Finale schaffte es sein Team nicht bei dem zweiten U 11 Hallenmasters um den Pokal der Volksküche.

Nachdem es gegen den VfL Wolfsburg im Halbfinale nach zehn Minuten 0:0 hieß, musste das Neunmeterschießen entscheiden. Und da wehrte Wolfsburgs Keeper Louis Krüger den Schuss von Herthas Maximilian Reißer ab. Letztlich holte sich Wolfsburg mit einem 1:0 im Endspiel gegen den Vorjahressieger RB Leipzig die Trophäe. Warum die Volksküche erstens den Pokal spendiert und zweitens das Turnier auf breiter Front unterstützt, erklärt Rainer vor der Straße: „Wir müssen doch in dr Region attraktive Veranstaltungen bieten, um dadurch Gäste nach Eisleben zu locken. Deshalb engagieren wir uns beim Sport in mehrfacher Hinsicht.“ Außerdem kenne er Mario Beyer von der Mitteldeutschen Fußballschule, die das Turnier gemeinsam mit dem MSV Eisleben zum zweiten Mal organisiert hat, schon länger. „Das ist eine gute Zusammenarbeit“, so vor der Straße.

Strahlende Sieger: Das Team des VfL Wolfsburg.

Strahlende Sieger: Das Team des VfL Wolfsburg.

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Detlef Liedmann

Wird es 2017 eine dritte Auflage geben? „Nach allem, was ich bisher gehört habe, mit großer Sicherheit“, so Beyer. „Aber vielleicht mit einem nicht ganz so großen Teilnehmerfeld.“ Nachdem es vor einem Jahr noch mit zwölf Teams über das Parkett der Glück-auf-Halle ging, waren es dieses Jahr doppelt so viele. Was freilich auch einen Qualitätssprung nach sich zog.

Denn der Nachwuchs der Bundesligisten Hertha BSC, VfL Wolfsburg, Hannover 96 aber auch der von Sparta Prag oder Lech Poznan bewies, dass dort auch im Kinder- und Jugendbereich unter professionellen Bedingungen gearbeitet wird und das Reservoir guter Nachwuchskicker unerschöpflich scheint. Die Vereine aus der Region konnten da von vornherein nur Lernende sein. „Ich habe heute zwei Spieler dabei, die haben gerade erst angefangen mit Fußball. Die wissen von Taktik noch nicht viel“, so Mark Hänsgen von Edelweiß Arnstedt. Immerhin schafften die kleinen Fußballer vom Anger mit einem 3:0 gegen den Burger BSC die einzigen drei Punkte fürs Revier, während der MSV Eisleben und VfB Sangerhausen leer ausgingen. „Das ist doch auch gar nicht das Entscheidende, sondern, dass die Jungs sagen können, ich habe gegen Hertha oder Wolfsburg gespielt. Wer kann das schon behaupten“, brachte es Bertold Busch vom MSV Eisleben auf den Punkt.

Freilich floss auch manche Träne, wie bei Linus Lange, Torhüter des MSV Eisleben. „Das ist er nicht gewöhnt, so viele Tore zu kassieren“, sagte Mutter Dana am Samstag. Am Sonntag erlebte der Helbraer mit, wie Wolfsburgs Keeper Louis Krüger seinen Kasten durchweg sauber hielt. Bis auf die drei Treffer im Neunmeterschießen gegen Hertha. So gewann der VfL nicht nur, aber auch wegen ihm. Auf den Plätzen folgten RB Leipzig, Prag und Hertha mit Bence Dardai. (mz)

Alle Ergebnisse finden Sie unter www.mifu-hallenmasters.de