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Erkältungskrankheiten in Mansfeld-Südharz: Weniger Grippefälle als landesweit

Grippefälle MSH

Das Gesundheitsamt vermeldet, dass es für den Landkreis Mansfeld-Südharz derzeit keine Häufung von Grippeerkrankungen gibt.

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dpa

Sangerhausen/Eisleben -

Überall hustet und niest es, Erkältungskrankheiten scheinen halb Mansfeld-Südharz lahmzulegen. Doch der Eindruck täuscht, wie Sprecherin Michaela Heilek von der Kreisverwaltung sagt. Zumindest geht das aus dem aktuellen Wochenbericht des Gesundheitsamtes über akute Atemwegserkrankungen bei Kindern hervor, die in Kindertagesstätten betreut werden und noch nicht zur Schule gehen. Und das klingt durchaus beruhigend: „Eine Häufung oder gar Grippewelle gibt es in unserem Landkreis derzeit nicht.“ Allerdings, räumt Heilek ein, könne natürlich die gefühlte Erkrankungszahl der grippalen Infekte höher sein.

Elf Einrichtungen befragt

Sie erklärt, wie das Gesundheitsamt zu der Einschätzung kommt: „Unser Gesundheitsamt fragt wöchentlich an einem Stichtag elf festgelegte Kindereinrichtungen ab, wie viele Kinder im Alter von null bis sechs Jahren Erkältungssymptome haben. Das Landesamt für Verbraucherschutz rechnet den landesweiten Trend aus.“ In der vorigen Woche betraf es bei den abgefragten elf Einrichtungen 4,4 Prozent: „37 von 832 Kindern aus diesen elf Einrichtungen waren mit Erkältungssymptomen erkrankt.“ Zum Vergleich: Landesweit waren durchschnittlich 10,2 Prozent der Kinder an Erkältungssymptomen erkrankt. Die Daten stammten aus 138 Kindertagesstätten. Die meisten Erkrankungen gab es demnach in Magdeburg, die wenigsten in Mansfeld-Südharz, im Altmarkkreis Salzwedel und im Salzlandkreis. Allerdings stieg der Anteil in Mansfeld-Südharz im Vergleich zur Vorwoche. Sechs neue Laborbefunde über Influenza (Virusgrippe) wurden vorige Woche aus dem Landkreis entsprechend des Infektionsschutzgesetzes gemeldet. Landesweit gab es 204 Influenza-Befunde; betroffen waren 112 Kinder und Jugendliche sowie 92 Erwachsene im Alter von 18 bis 81 Jahren.

Besser auf Händedruck verzichten

Damit es bei möglichst wenigen Neuerkrankungen bleibt, sollte Hygiene groß geschrieben werden, rät Heilek: Den Händedruck sollte man möglichst vermeiden, in die Ellenbogenbeuge statt in die Hände niesen, sich oft die Hände waschen und Einmaltaschentücher so entsorgen, dass sie nicht zur Bakterienschleuder werden. (mz)


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