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SV 1890 Westerhausen: Lektionen auf dem Kunstrasen?

Spieler

Steffen Kittke trifft im Rahmen eines Trainingslager mit den Westerhäusern in Bad Harzburg auf zwei schwere Testspielgegner.

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Detlef Anders

Westerhausen -

Für die Elf vom Wolfsberg geht es am heutigen Freitag ins Trainingslager auf den Rammelsberg. Schon im vergangenen Winter war das Team von Trainer Ralf Hermann in Goslar zu Gast und bereitete sich auf die Rückrunde vor. Allerhand Aktivitäten sind dabei geplant, zudem auch zwei Testspiele gegen starke Gegner.

Am Samstagvormittag trifft das Team vom Wolfsberg wieder einmal auf die zweite Mannschaft des Regionalligisten Goslarer SC 08. Bereits in den letzten beiden Vorbereitungen, Sommer wie auch Winter, standen sich beide gegenüber. Im vergangenen Winter blieb Hermann mit seinem Team Sieger und konnte nach einem 0:2-Pausenrückstand noch einen 3:2-Sieg bejubeln. Dabei waren allerdings die Bedingungen auf dem Bad Harzburger Kunstrasen nicht gerade optimal. Auf dem überfrorenen Platz kam Hermanns Team gerade in der zweiten Halbzeit durch die Offensivspieler Martin Panterodt, Sven Fiebig, Daniel Weber und allen voran Marco Michaelis, immer besser zurecht und fügte dem Team um den früheren Halberstädter Nils Pölzing eine Niederlage zu. Im Sommer revanchierte sich dann der GSC und siegte in Westerhausen mit 3:2.

Damals lag der SV 1890 bereits 3:0 in Führung, ehe Hermann mit Martin Panterodt den Aufschwung einwechselte. Gemeinsam mit Friedrich Reitzig und Ronny Borchardt spielte Westerhausen den Gast in der zweiten Hälfte schwindelig und war nah am Ausgleich dran. Doch der Landesligist aus Niedersachsen - vergleichbar mit der Verbandsliga Sachsen-Anhalt - war damals schon klar besser. Das sah auch Trainer Ralf Hermann so: „Goslar war im Sommer bärenstark, halt eine Nummer zu groß für uns, zumindest in der ersten Hälfte.“ Doch genau das ist es, was er für sein Team haben will - einen starken Gegner. „Ich denke, dass wir gut lernen dürfen.“ Das steht auch in diesem Winter im Vordergrund.

Auch der zweite Gegner am Sonntag hat es in sich, denn Westerhausen trifft auf den Fünften der Landesliga Nord, den FC Einheit Wernigerode. Beim FC Einheit steht seit Sommer Alex Kopp in der Verantwortung. Er ist ein guter alter Bekannter von Hermann und Reitzig aus Halberstädter Tagen. Aber auch ein Wiedersehen mit einem anderen alten Bekannten wird es erstmals auf dem grünen Rasen geben.

Im Sommer 2012 verließ Martin Gottowik den Wolfsberg und wechselte zur Zweiten des VfB Germania, zog allerdings im Winter nach Wernigerode weiter, weil Halberstadt seinem Team in der damaligen Verbandsliga kaum Beachtung schenkte. Und dort macht er seitdem vor allem eines: Toreschießen. In 85 Landesligaeinsätzen gelangen dem Mittelstürmer und gutem Bekannten aus dem Altkreis Quedlinburg dabei 40 Treffer. Lange hat es bis zu einer Begegnung auf dem Platz gedauert, doch nun sieht man sich mal wieder. „Ich freue mich auf das Spiel am Sonntag und auf ein Wiedersehen mit meinen ehemaligen Weggefährten auf dem Platz“, sagt Gottowik, denn mit vielen Akteuren hat er noch gemeinsam um Punkte gekämpft. Auch ist er bestens über die Geschehnisse und den Saisonverlauf informiert: „Ich verfolge jederzeit, wie es bei Westerhausen in der Saison läuft und drücke die Daumen, dass sie den Aufstieg in diesem Jahr schaffen“, sagt der Landesligaspieler.

Doch mit dem Daumendrücken setzt er am Sonntag mal aus, denn dann hofft er auf eine „faire und unterhaltsame Partie mit positivem Ausgang“ für sein Team. Das kann er auch. Westerhausens Trainer Hermann erwartet ohnehin „zwei Lektionen“ für sein Team. Doch er findet auch, dass schwierige Gegner „genau das richtige für meine Elf“ seien. Denn „Einheit ist eine sehr gute Truppe mit vielen guten Einzelspielern. Das wird für uns ein sehr schweres Spiel.“ Nebenbei hat Einheit bereits vor einer Woche auch gegen den GSC II gespielt - dabei setzten sich die Kaiserstädter mit 3:0 durch. Beide Spiele werden auf dem Kunstrasenplatz der TSG Bad Harzburg an der Rennbahn ausgetragen. Am Samstag gegen den GSC ist um 10.30 Uhr, am Sonntag um 14 Uhr. (mz)