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Stahl Thale: Trifft Soyk gegen den Freund?

Christoph Klöppel, der am leeren Tor von Edemissen vorbeischoss, erwartet Aschersleben.

Christoph Klöppel, der am leeren Tor von Edemissen vorbeischoss, erwartet Aschersleben.

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Frank Drechsler

Thale -

Wenn Stahl Thale nach der Winterpause am Sonntag Lok Aschersleben im Sportpark erwartet, dann stehen sich zwei Freunde gegenüber. Stahl-Neuzugang Andy Soyk, der gerade von Aufbau Eisleben an die Bode kam, trifft auf einen seiner besten Freunde. Ein Weggefährte aus der Jugend steht im Lok-Tor. Sebastian Thimm gilt neben Stahl-Keeper Nico Picek als einer der besten Torhüter der Landesliga-Staffel. „Sebastian kenne ich seit über zehn Jahren von meinem Heimatverein FSV Hettstedt. Bei Eintracht Emseloh haben wir erstmals gemeinsam im Herrenbereich gespielt“, schildert Soyk (24). „Wir treffen uns gerne, reden über Fußball und spielen Freizeitturniere, bei denen wir oft zusammen erfolgreich sind.“

So wird das Punktspiel für beide etwas ganz Besonderes. „Trotzdem zählt für mich in den 90 Minuten nur Stahl.“ In den drei Testspielen für Thale erzielte Soyk drei Tore. „Ich hätte nichts dagegen, am Sonntag auch in der Liga zu treffen und so Sebastian zu ärgern.“

Die Vorzeichen und der Wetterbericht stimmen positiv. „Hauptziel ist, dass am Sonntag auf dem Rasenplatz gespielt werden kann“, sagt Pressesprecher Oliver Hille. „Es wird alles daran gesetzt, dass das Spiel stattfinden kann und unsere Spieler im Rhythmus bleiben, was bei gleichzeitigen Spielausfällen der Konkurrenten ein Vorteil für die weitere Saison wäre.“ Dazu seien Arbeiten erfolgt. „Wir hoffen, mindestens einen Platz bespielbar zu machen“, nennt er die Schlechtwettervariante Hartplatz.

Stahl-Trainer Ingo Vandreike zieht eine positive Bilanz der letzten Wochen. „Ich bin mit der Vorbereitung und Trainingsbeteiligung sehr zufrieden.“ Trotz Spätschichtwoche und Schonung angeschlagener Spieler zählte das Trainerteam 18 Mann beim Training. Enrico Kaye und Chris Zawihowski konnten wieder voll mittrainieren. „Auch Christoph Kessler war dabei. Für ihn würde aber ein Einsatz am Sonntag zu früh kommen.“

Aschersleben kämpft als 14. gegen den Abstieg. „Lok wird uns das Leben so schwer wie möglich machen. Mit dem 3:0-Testsieg gegen Südlandesligist Sandersdorf II ist Lok ein Achtungserfolg gelungen. Wir sind gewarnt.“ Vandreike verweist aber auf die Stärken und gute Form seines Teams: „Ich erwarte, dass die Jungs genauso couragiert spielen, wie in den letzten Tests. Gold wert wäre ein schnelles Tor, um Sicherheit und Ruhe reinzubringen.“ Vandreike erwartet ein spannendes Derby an einem Sonntag (14 Uhr), was einige Fans mehr anlocken sollte. Zielstellung sei klar ein erneuter Sieg. Das Hinspiel bei Lok wurde 3:2 gewonnen. Mit fünf Toren, zwei Elfmetern und einer roten Karte für Thales Keeper wurde einiges geboten. Stürmer Florian Köhler musste in den letzten zehn Minuten das Tor hüten. Spannung und Dramatik könnte das Derby erneut bereit halten. (mz/ifo)