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Fußball-Landesklasse : 0:3 für SV 1890 Westerhausen gegen TSV Hadmersleben

Friedrich Reitzig und Norman Zydorek (re.)

Westerhausens Torjäger Friedrich Reitzig, hier im Hinspiel, traf diesmal nicht. Norman Zydorek (re.) konnte sich mit dem TSV durchsetzen.

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Detlef Anders

Westerhausen -

Landesklasse-Tabellenführer SV 1890 Westerhausen hat den Rückrundenauftakt verschlafen und musste sich mit 0:3 beim TSV Hadmersleben geschlagen geben. Das Team vom Wolfsberg war neun Spiele ungeschlagen und konnte acht Siege einfahren, doch nach der Pause setzte es gegen den Tabellensiebten, der achtmal ohne Niederlage blieb, eine Niederlage. „Unsere Leistung war leider indiskutabel“, bekannte SV-1890-Trainer Ralf Hermann. Er hatte vor dem Gegner gewarnt, sah sein Team nicht als Favorit und sollte Recht behalten.

Die Gastgeber kämpften aufopferungsvoll und hatten einen Plan, dem Westerhausen nur wenig entgegen zu setzen hatte. Auf dem tiefen und holprigen Platz war ein breit aufgelegtes Kurzpassspiel, wie es die Elf vom Wolfsberg meist zelebriert, kaum möglich. So kamen viele technische Fehler zustande.

Das Spiel hatte mittelmäßiges Niveau, viele schöne Spielzüge gab es für die 128 Fans selten zu sehen. Der TSV machte das Beste aus der Situation, hinten wurde aufopferungsvoll gekämpft und vorn gab es lange Bälle auf Torjäger Stefan König, der oft im Eins-gegen Eins, oder gar frei durch war.

Westerhausen hatte über seinen Torjäger Friedrich „Fritze“ Reitzig, erste Chancen. Beim ersten Versuch konnte er nach Diagonalball noch abgedrängt werden (4.), beim zweiten Versuch, nach Lars Timpes Flanke, hielt der Keeper (27.). Hadmersleben setzte das erste Ausrufezeichen (11.), als ein Schuss aus 18 Metern über den Kasten strich.

König kam nach langem Ball aus dem Mittelkreis vor SV-1890-Torhüter Erik Elsner an den Ball, doch der Abschluss ging vorbei (29.). Eine Minute später ließ König allein mit einer Körpertäuschung den heran rauschenden Verteidiger aussteigen und versenkte. Bei seinem Abschluss aus kürzester Distanz war Elsner am Ball, konnte diesen aber nicht mehr entschärfen (29.).

Kein Glück im Abschluss

Westerhausen war geschockt und fand keine Wege den Gastgeber unter Druck zu setzen. Timpe und Ronny Borchardt kamen aus dem Gewühl im 16’er noch zu Abschlüssen, doch der TSV warf sich in jeden Schuss (41.).

Westerhausen kam besser aus der Pause und hatte zwei gute Gelegenheiten, doch Timpes Schuss ging am langen Pfosten vorbei (51.) und Reitzig machte der Platz einen Strich durch die Rechnung, der Ball versprang und der Torjäger schoss aus kürzester Distanz über das Tor. Die Wolfsberg-Elf wurde immer wütender und offensiver. Dies gab Räume für König.

Erst konnte er abgegrätscht werden, doch als Andy Zeidler aus der eigenen Hälfte startete und keinen Abwehrspieler mehr vor sich hatte, machte dieser es besser und überwand Elsner mit trockenem Abschluss. Westerhausen steckte nicht auf. Marco Michaelis traf aus zwei Metern den Pfosten. Es schien klar, sein Team wird kein Tor mehr schießen. Da spielte auch das 3:0 (85.) von König keine Rolle mehr.

In den entscheidenden Situationen hatte der Tabellenführer kein Glück im Abschluss oder machte es dem TSV zu einfach. Jan Kittelmann und Norman Zydorek waren kaum überwindbar, gewannen viele Kopfballduelle und ihre Mitspieler waren zur Stelle. Hadmersleben revanchierte sich für das 1:5 im Hinspiel. „Der neutrale Betrachter sah einen leidenschaftlicheren Gastgeber“, fand Hermann. (mz)

Westerhausen: Elsner, Pflug, Ei. Timpe, Fricke, L. Timpe, Borchardt, Weber (79. Krause), Reitzig, Hägemann, Kittke (34. Michaelis), Werner