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VC Bitterfeld-Wolfen: Pflicht gegen Essen erfüllt

Chris Warsawski

Chris Warsawski (am Ball) wurde gegen Essen zum MVP gewählt.

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Bösener

Wolfen -

Zu Beginn des Spiels konnte Christoph Richter nur negative Nachrichten übermitteln. Der Geschäftsführer des VC Bitterfeld-Wolfen zeichnet sich bei Spielen des Herrenteams für die Nachrichtenübermittlungen per SMS verantwortlich. Daheimgebliebene oder Verhinderte werden somit bei Spielen des VC Bitterfeld-Wolfen auf dem aktuellsten Stand gehalten.

Bei beiden technischen Auszeiten im ersten Satz schrieb Christoph Richter am Sonntagnachmittag im Spiel gegen Humann Essen nun also jeweils von einem Rückstand. Die negativste Nachricht war dann aber die des verlorenen ersten Satzes. Mit 20:25 musste sich der VC geschlagen geben. „Bis auf den vierten Satz war es sehr ausgeglichen“, konnte Christoph Richter nach dem Ende des Spiels dann im direkten Gespräch sagen. Mit 3:1 hatte der VC Bitterfeld-Wolfen noch gewonnen.

Daraus lässt sich schließen, dass der Geschäftsführer im Laufe des Spiels nicht mehr nur negative, sondern zunehmend positive Nachrichten mit seinem Smartphone senden konnte. Wieder einmal hatte es im ersten Satz eine Schiedsrichterentscheidung gegen den VC Bitterfeld-Wolfen gegeben, mit der die Spieler zu sehr haderten. „Diese Entscheidung hat uns in dieser Phase aus unserem Rhythmus gebracht“, sagte VC-Trainer Karl Kaden, „da sind wir auch ein wenig nervös geworden.“

Diese Nervosität war auch noch im zweiten Satz zu sehen. In einer weiter ausgeglichenen Partie lagen die Gäste abermals bei der zweiten technischen Auszeit in Führung. Durch zwei Blockpunkte und einen starken Angriff von Chris Warsawski konnte der Gastgeber den Satz aber noch drehen und mit 25:22 gewinnen.

Auch der dritte Durchgang sollte in der Sporthalle Wolfen-Krondorf hart umkämpft sein. Kein Team konnte sich absetzen. „Essen hat sehr gut dagegengehalten und es uns nicht leicht gemacht“, sagte Karl Kaden. Hatte er mit seinem Team im ersten Satz noch eine Schiedsrichterentscheidung gegen sich bekommen, mit der er nicht zu einhundert Prozent einverstanden war, so wurde beim Stand von 23:24 aus Sicht des VC eine Entscheidung für die Gastgeber getroffen, die offensichtlich falsch war. Dem Team von Karl Kaden war das egal, es gewann mit 28:26 und anschließend auch den vierten Satz mit 25:16. „Es war kein leichtes Ding, aber wir haben die Pflicht erfüllt“, so der Trainer. (mz)