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Pause in der Fußball-Landesliga endet: Vereine haben Vertrauen in das eigene Personal

Zweikampf

Jörg Marose (r.) blieb mit Union Sandersdorf II im Test gegen Lok Aschersleben ohne Treffer.

Foto:

Leo Hahn

Bitterfeld -

Eine längere Pause wie in der Landesliga Süd hat es in keiner Spielklasse auf Landesebene in dieser Saison gegeben.

Fast genau ein Vierteljahr haben Rot-Weiß Thalheim, Union Sandersdorf II und die SG Ramsin kein Punktspiel mehr absolviert. Am Wochenende wird diese Pause vorbei sein. Eröffnen die Sandersdorfer bereits am Freitagabend den 17. Spieltag, so beenden Ramsin und Thalheim diesen am Sonntag im direkten Duell.

Nach dem Ende der Vorbereitung und vor dem ersten Pflichtspiel in diesem Jahr gibt die Mitteldeutsche Zeitung einen Überblick zu allen drei Teams.

Rot-Weiß Thalheim, 2. Platz,

32 Punkte, 27:12 Tore

Durch geschicktes Verlegen der Spiele waren die Thalheimer zuletzt am 28. November in einem Punktspiel im Einsatz. Bei der zweiten Auflage des Midewa-RBW-Cups konnte das Team von Spielertrainer Thomas Sawetzki die Sandersdorfer Ballsporthalle als Sieger verlassen.

In den Vorbereitungsspielen holte der Tabellenzweite der Landesliga Süd einen Sieg und ein Unentschieden, musste sich aber in zwei weiteren Spielen geschlagen geben. „Die Testspiele waren aber in Ordnung“, sagt Abteilungsleiter Ralf Saalbach, „alle sind gut drauf.“

Das schließt auch Erik Bader und Daniel Roeder ein, die nach ihren Verletzungen wieder zum Team gestoßen sind. Das erlebte in der Winterpause aber keine Veränderungen - weder neue Spieler noch Abgänge hatte die SG Rot-Weiß Thalheim zu vermelden.

„Wir sind breit genug aufgestellt“, sagt Ralf Saalbach. Und in der Spitze seien die Möglichkeiten in der Winterpause zu schwierig. „Mit Erik Bader und Daniel Roeder haben wir aber die Qualität erhöht“, so der Abteilungsleiter.

Reicht diese Qualität am Ende der Saison auch zum Aufstieg in die Verbandsliga? „Wir würden nie sagen, dass wir aufsteigen wollen“, sagt Ralf Saalbach, „wir machen alles ohne Druck.“

Union Sandersdorf II, 13. Platz, 17 Punkte, 23:37 Tore

Der Aufsteiger befindet sich nach 16 Spielen knapp über den drei Abstiegsplätzen. „Mit der extrem jungen Mannschaft mussten wir in dieser neuen Liga erst einmal reinkommen“, sagt Jörg Marose, „es ist auf jeden Fall eine gute Liga.“

Zehn Treffer hat der Stürmer bislang erzielt und belegt damit den zweiten Platz in der Torjägerliste. Im letzten Testspiel am vergangenen Wochenende war Marose aber mit seinem Team erfolglos. „Generalprobe verpatzt“, lautete seine kurze Einschätzung nach dem 0:3 gegen Lok Aschersleben, Landesligist aus der Nord-Staffel.

Spielerisch hatten die Sandersdorfer eine gute Leistung gezeigt, erst nach Umstellungen und Wechseln die Gegentore kassiert. Genau wie Rot-Weiß Thalheim hat auch Union Sandersdorf II keine personellen Veränderungen am Kader vorgenommen.

Wobei die Situation bei der Oberliga-Reserve, wo im Wechsel immer wieder Spieler aus der ersten Mannschaft dabei sind, eine andere ist. „Das passt aber sehr gut, da gibt es eine sehr gute Abstimmung unter den Trainern“, sagt Jörg Marose.

Am Freitagabend um 19.15 Uhr eröffnet er mit seinem Team mit einem Heimspiel gegen Blau-Weiß Brachstedt den Spieltag. Und dann ist der Stürmer vielleicht auch wieder zielsicherer.

SG Ramsin, 16. Platz,

8 Punkte, 16:45 Tore

Nicht wenige Experten hatten die Mannschaft von Sebastian Tkalec schon abgeschrieben. Nicht ganz zu unrecht. „Der Glaube war total verloren“, sagt Ramsins Trainer zur neunmonatigen Zeit ohne Sieg. Zwei Siege aus den letzten drei Spielen vor der Pause ließen aber noch einmal Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg aufkommen.

„Die Pause kam eigentlich fast zum falschen Zeitpunkt“, sagt Sebastian Tkalec. Neue Spieler hat er in der Winterpause nicht dazu bekommen, aber auch keinen abgeben müssen. Mal abgesehen von kleineren Blessuren kamen die Spieler unverletzt durch die Vorbereitung. „Wir konnten den Fitnesszustand verbessern und uns spielerisch weiterentwickeln“, so Ramsins Trainer.

Die Generalprobe vor dem Auftakt gegen Rot-Weiß Thalheim am Sonntag ist gegen Graf Zeppelin Abtsdorf geglückt - 1:0 gewann Ramsin die Partie gegen das starke Team aus der Landesklasse und scheint damit für den Kampf um den Klassenerhalt gewappnet zu sein. „Im Team hat man das Gefühl, dass alle brennen“, so Tkalec. (mz)