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Lauf um den Goitzsche-See: Goitzsche-Marathon wird abgesagt

Läufer sind unterwegs beim Goitzsche-Marathon.

Läufer sind unterwegs beim Goitzsche-Marathon.

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archiv/André Kehrer

bitterfeld -

Seit Freitagabend herrscht Gewissheit: Die zehnte Auflage des Goitzsche-Marathons wird nicht stattfindet - zumindest nicht in diesem Jahr. Der für den 3. Mai geplante Lauf um den Goitzsche-See, mit Start und Ziel an der Bitterfelder Bernsteinvilla, wurde nach einer Beratung von den Veranstaltern des halleschen Run e.V. und der Mitteldeutschen Marathon GmbH (MDM) abgesagt. Schuld daran ist nach Angaben der Veranstalter aus der Saalestadt eine Gebühr in Höhe von 2000 Euro, die von der Goitzsche Tourismusgesellschaft (GTG) zur kommerziellen Nutzung der Wege erhoben wird. „Das sind alles andere als Peanuts für uns“, sagte Mitorganisator Gerald Loß am Freitagabend gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk, „wir sehen das als eine Behinderung und nicht als Förderung der Region an.“

Beide Seiten befinden sich in einem Rechtsstreit vor dem Amtsgericht in Halle. GTG-Geschäftsführer Ingo Jung argumentiert, dass es sich um eine kommerzielle Veranstaltung handelt: „Nach der Flut 2013 haben wir mit viel Geld die kaputten Wege wieder auf Vordermann gebracht - auch für die Laufveranstaltung. Da dieser Marathon eine kommerzielle Veranstaltung ist, fanden wir eine Gebühr gerechtfertigt.“

Am 30. Mai findet am Goitzsche-See - auf den selben Wegen, die auch beim Goitzsche-Marathon genutzt worden wären - der zweite Goitzsche-Halbmarathon statt. Eine Gebühr soll dafür nicht erhoben werden - die Veranstaltung ist nicht kommerziell. Die Federführung liegt beim Bitterfelder Verein Goitzsche Sport. Der Vorsitzende Peter Junge hat einst gemeinsam mit der MDM den Goitzsche-Marathon ins Leben gerufen. Jetzt findet der erst einmal nicht mehr statt. (mz)



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