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HG 85 Köthen: Uelsmann spielt trotz Beschwerden

Gibt immer alles: Köthens Rekord-Handballer René Uelsmann (am Ball) wird auch gegen den HC Burgenland die Zähne zusammenbeißen.

Gibt immer alles: Köthens Rekord-Handballer René Uelsmann (am Ball) wird auch gegen den HC Burgenland die Zähne zusammenbeißen.

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Bösener

Köthen -

Eine gereizte Achillessehne ist eine verzwickte Sache, das hat René Uelsmann in den letzten Tagen festgestellt. „Ohne Schuhe ist alles ok“, sagt der 31-Jährige, „aber sobald Druck darauf kommt, habe ich Schmerzen.“ Nach dem Testturnier in Wittenberg vor knapp zwei Wochen hatten die Beschwerden begonnen. „Keine Ahnung warum“, sagt Uelsmann. Der Kreisläufer ist bei der HG 85 Köthen in Abwehr und Angriff eine Schlüsselfigur. Ein gehandicapter Uelsmann ist für die Mannschaft nur schwer zu kompensieren.

Erstes Spiel nach fünfwöchiger Pause

Am morgigen Sonnabend ist die HG 85 beim HC Burgenland zu Gast (Anwurf: 19 Uhr). Es ist das erste Punktspiel nach fünfwöchiger Pause. Und während alle anderen Köthener Spieler die Pause nutzen konnten, um kleinere und größere Blessuren auszukurieren, ist René Uelsmann dazu verdammt, sich zu schonen. Alles, was mit langsamem Schritt geht, macht er mit. „Rennen werde ich aber erst am Sonnabend“, sagt er. Uelsmann hat sich fest vorgenommen, trotz der Beschwerden zu spielen. „Ich werde es auf jeden Fall versuchen“, sagt er. Wenn es im Angriff nicht funktioniert, dann wenigstens in der Abwehr.

Die Partie gegen den HC Burgenland wäre auch mit einem fitten René Uelsmann eine schwere Aufgabe für die HG 85 Köthen. Der HCB hat sich in der zweiten Hälfte der Hinrunde zu einem Spitzenteam der Mitteldeutschen Oberliga gemausert. Nach sechs Spieltagen stand Burgenland, das die Heimspiele in Naumburg austrägt, mit 4:8 Punkten im Tabellenkeller. Es folgten bis zur Weihnachtspause fünf Siege und ein Unentschieden, aktuell steht Burgenland auf dem dritten Platz, hat nur drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Lok Pirna und TuS Radis.

„Das ist eine gute Mannschaft, die vor allem durch Kenny Dober und Jan Schindler gefährlich ist“, sagt René Uelsmann. Dober und Schindler sind das kongeniale Duo des HCB, stehen mit 88 (Dober) und 81 (Schindler) Treffern an der Spitze der Torschützenliste der Liga. „Wir müssen uns auf diese beiden sehr gut einstellen“, weiß Uelsmann. Er will die Zähne zusammenbeißen und mithelfen: „Irgendwie muss es gehen.“ (mz)


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