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Fussball-Oberliga in Sandersdorf: Das Heft in der Hand

Wer bleibt? Wer geht? Bei der SG Union Sandersdorf laufen zum Saisonende zwölf Spieler-Verträge aus.

Wer bleibt? Wer geht? Bei der SG Union Sandersdorf laufen zum Saisonende zwölf Spieler-Verträge aus.

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Hartmut Bösener

Sandersdorf -

Als sich im Sommer 2015 der Hallesche FC dazu entschloss, seine zweite Mannschaft aus der Verbandsliga zurückzuziehen, standen plötzlich zahlreiche junge, gut ausgebildete Talente ohne Verein da. Blöd für die Spieler, auch für jene, die gerade der A-Jugend entwachsen waren. Gut aber für andere Vereine, denn aus dem Nichts waren Spieler auf dem Markt, die weiterhelfen konnten und erschwinglich waren.

Fristen für die Spieler

Die SG Union Sandersdorf hat gleich mehrfach zugegriffen. Mit Marvin Römling, Tim Hoffmann, Dlyar Musa und Alexander Schmitt kamen vier Spieler, die ihre Ausbildung beim HFC genossen hatten. „Es ist richtig, dass wir da Glück hatten“, sagt Uwe Störzner. Der Präsident der SG Union Sandersdorf erlebte 2015 einen Sommer des Umbruchs, mehr als die Hälfte der Mannschaft veränderte sich. Viel später, als es eigentlich üblich ist, konnten Vertragsgespräche geführt werden. Ein Umstand, der mit der lang anhaltenden Unsicherheit, in welcher Liga man starten wollen würde, zu begründen war. Mit Geschick und eben auch etwas Glück stellte der Verein einen Kader zusammen, der alle überraschen sollte.

Weil es Trainer Mike Sadlo gelungen ist, aus den jungen und älteren Spielern eine verschworene Einheit zu bilden und das neu formierte Team die beste Hinrunde der Oberligageschichte spielte, ist es nicht verwunderlich, dass der Verein in diesem Jahr schon frühzeitig für die kommende Saison plant. Mit Mike Sadlo wurde der Vertrag schon im Dezember um ein weiteres Jahr verlängert. In den nächsten Wochen sollen einige Spieler folgen. „Die Gespräche laufen“, sagt Uwe Störzner, „in zwei Wochen wissen wir, wie der Rumpf der Mannschaft aussehen wird.“

Die Mannschaft funktioniert

19 Spieler hat Union derzeit unter Vertrag, zwölf Kontrakte laufen im Sommer aus, darunter jene von Leistungsträgern (siehe „Zwölf Spieler in der Schwebe“). „Wir haben einige positive Signale bekommen“, sagt Uwe Störzner, der betont, dass der Verein das Heft des Handelns in der Hand hat: „Wir haben Fristen gesetzt. Die Spieler sollen sich schnell entscheiden, nicht erst im März oder April.“

Union Sandersdorf hat eine bessere Verhandlungsposition als in der letzten Saison. Sportlich läuft es gut. Die Mannschaft funktioniert. Jeder Spieler wird sich genau überlegen, ob er das aufgeben will, um sich einem anderen Verein anzuschließen.

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