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Basketball-Regionalligist BSW Sixers: Auch der Kapitän Georg Dölle kann sich freuen

Georg Dölle (Mitte)

Georg Dölle (Mitte) wird nicht mehr für die BSW Sixers auflaufen können.

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Archiv/René Fox

sandersdorf -

Nur einfach so zuschauen wollte, nein, konnte Georg Dölle nicht. Immer dann, wenn einer der jungen Sixers-Spieler das Feld verließ, stand der Kapitän vor dessen Stuhl und gab Tipps. Im ersten Spiel des neuen Jahres trug Dölle lediglich den grauen Trainingsanzug des Basketball-Erstregionalligisten und wird diesen auch erst einmal nicht mehr gegen das Trikot der Sixers eintauschen.

Der Knorpelriss im rechten Knie ließ dem Flügelspieler keine andere Wahl mehr, als seine Karriere zu beenden, will er nicht riskieren, dass dieser Riss noch größer wird. „Ich habe das erst gar nicht geglaubt“, erzählte Dölle am späten Samstagabend.

Motivator von der Bank

Seine Teamkollegen hatten gerade deutlich mit 91:73 gegen Königs Wusterhausen gewonnen. Auf dem Feld hatte Georg Dölle daran keinen Anteil, aber von der Bank gab der 30-Jährige den Motivator und so etwas wie einen Co-Trainer. „Ich bin ja auch noch Kapitän“, sagte der mit einem Lächeln, „irgendwie werde ich dem Team auch erhalten bleiben.“ Auch in den kommenden Wochen möchte Georg Dölle das Team begleiten und vielleicht ergibt sich ja noch eine Aufgabe für ihn in der Nachwuchsarbeit des Vereins.

Fünf Youngster erhalten Vertrauen

Gerade die jungen Spieler erhielten in der ersten Partie des Jahres viel Einsatzzeit. Mit Yannik Hennelotter, Roland Winterstein, Alexander Herrmann, Alexander Helten und Aaron Kayser erhielten gleich fünf Youngster sehr viel Vertrauen von Tino Stumpf. „Das müssen sie jetzt aber auch rechtfertigen“, sagte der Trainer. Gegen Königs Wusterhausen sah es danach aus, als könnten diese Spieler das auch. Roland Winterstein und Alexander Herten hatten keine Scheu, als sie an der Dreierlinie standen und dort mehrfach zu Würfen ansetzten. Yannik Hennelotter füllte die Rolle des Aufbauspielers gut aus.

Zu Beginn der Partie führte allerdings Robertas Bitinas Regie und die Sixers zogen auf 15:4 davon. Im zweiten Teil des ersten Viertels gaben die Gastgeber diesen Vorsprung allerdings aus der Hand. „Da dachten die Jungs vielleicht, dass es so einfach weitergeht“, sagte Tino Stumpf. Mit 19:23 lag seine Mannschaft nach den ersten zehn Minuten in Rückstand, verschaffte sich aber im zweiten Abschnitt einen beruhigenden Vorsprung. An der 40:32-Führung hatten vor allem Sandro Kordis (15 Punkte) und Jaroslav Tyrna (10) einen großen Anteil.

Bitinas' großer Auftritt

Doch nach dem Seitenwechsel sollte es noch einmal knapp werden. Nach fünf Minuten im dritten Viertel lagen die Sixers nur noch mit 48:46 in Führung. Doch dann begann der große Auftritt von Robertas Bitinas. Hatte der Litauer bis dahin noch keinen Punkt erzielt, so traf er nun zwei Dreier und schraubte den Vorsprung auf 54:46. Zwei weitere Dreipunktwürfe konnte Bitinas im dritten Abschnitt treffen, noch einmal zwei im Schlussdurchgang. „Robertas hat so eine große Erfahrung, der sucht sich seine Würfe“, sagte Tino Stumpf.

Dessen Team hatte auch dadurch die Spielkontrolle übernommen, lag zwischenzeitlich mit 20 Punkten in Führung und gewann am Ende deutlich mit 91:73. Geburtstagskind DJ Bennett und Robertas Bitinas waren mit jeweils 18 Zählern die erfolgreichsten Korbjäger der Sixers. Und auch Georg Dölle hatte dadurch Grund zur Freude.


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