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Wiese wird zum Parkplatz

Uhr | Aktualisiert 30.03.2005 12:40 Uhr
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Die Sternenscheibe als Gebäck

Sandra von der Caféteria des Landesmuseums zeigt das süßeste Souvenir der Schau: die Sternenscheibe aus Lebkuchenteig und Marzipan. Die Idee hatte Petra Hofmann , Chefin vom «Coffein» am Uniring und dem Museumscafé, hergestellt wird es in der Bäckerei Weigelt. (MZ-Foto: Lutz Winkler)

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Mit außergewöhnlichen Maßnahmen will Halles Stadtverwaltung die Parkplatznot im Umfeld des Landesmuseums für Vorgeschichte entschärfen. Geplant sei, die Wiese vor dem Museum am Rosa-Luxemburg-Platz in einen Parkplatz umzuwandeln, kündigte am Dienstag Stadtsprecher Franz Stänner an. Weiterhin solle der Schulhof der Wittekind-Sekundarschule (Ernst-Schneller-Straße) geöffnet werden. Die Stadt verhandelte zudem mit der Agentur für Arbeit (Schopenhauerstraße), auf dass diese ihre Parkplätze für Museumsbesucher öffnet.
Halle/MZ. 

Vorigen Freitag öffnete am Landesmuseum die spektakuläre Ausstellung "Der geschmiedete Himmel", die überregional auf großes Interesse stößt. An den ersten drei Tagen wurden 5 800 Besucher gezählt. Viele kamen mit dem Auto, fanden aber keinen Stellplatz. Das Ordnungsamt verteilte Strafzettel, was für Unmut sorgte. Auswärtige Besucher kritisierten auch die schlechte Beschilderung der Anfahrtswege (die MZ berichtete).

Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler (SPD) macht das Thema jetzt zur Chefsache. Am Dienstag wurde während der Beigeordneten-Konferenz nach Lösungen gesucht. "In verschärfter Form ist darüber gesprochen worden", sagte Stänner.

Offenbar musste erst der Widerstand von Ämtern gebrochen werden, um etwa die Grünfläche vor dem Museum fürs Parken zu gewinnen. Schnell soll sie nun mit schützender Folie abgedeckt und Schotter überzogen werden. Der Schulhof soll auf jeden Fall schon am Wochenende offen sein. Und von der Arbeitsagentur gab es am Dienstagabend ebenfalls ein Ja. Alle Besucherparkplätze werden ab sofort an den Samstagen und Sonntagen zur Verfügung gestellt.

Die Ausschilderung werde verbessert, versprach Stänner. Das sei dringlich, bestätigte Raumausstatter Lothar Eschke aus der Barfüßerstraße. Allein am Dienstag hätten 15 Ortsunkundige in seinem Geschäft nachgefragt, wo denn das Museum zu finden sei, schilderte er der MZ.

Rasch auf den Touristenstrom reagiert haben die Hotels. Gleich mehrere unterbreiten Pauschalangebote, die Besuche im Landesmuseum beinhalten. So lockt das nächstgelegene Hotel "Apart" mit Übernachtung, Sekt und Eintrittskarte ab 61 Euro. Das "Maritim" bietet zwei Übernachtungen plus Museumskarte und einem geführten Stadtrundgang ab 104 Euro. Ein komplettes Erlebniswochenende verspricht das Dorint-Hotel. Es umfasst zwei Übernachtungen mit Milchstraßen-Frühstücksbüfett und abendlichem Überraschungsmenü "Sonne, Mond und Sterne", eine Tageskarte für die Tram sowie Einritt für den "Geschmiedeten Himmel" und die Franckeschen Stiftungen ab 154 Euro.

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