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Schwedt in Brandenburg: Ausstellung über DDR-Armeeknast

Ehemaliges DDR-Militärgefängnis in Schwedt

Dieser Plattenbau in Schwedt (Brandenburg) gehörte zum ehemaligen DDR-Militärgefängnis.

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dpa

Schwedt -

Erinnerung an den gefürchteten Armeeknast in Schwedt (Uckermark): Das Städtische Museum und der Verein DDR-Militärgefängnis Schwedt bereiten zwei Ausstellungen dazu vor. Vom 23. April bis 3. Juli wird im Museum eine Schau zur Geschichte des Gefängnisses gezeigt, wie eine Sprecherin des Museums ankündigte. „Zudem erarbeiten wir mit dem Verein eine Wanderausstellung, die Interessenten buchen können.“

In Schwedt befand sich das einzige Militärgefängnis der DDR. Bis zu 6.500 NVA-Angehörige verbüßten dort nach Vereinsangaben Strafen oder Arrest. 1990 wurde der berüchtigte Komplex aufgelöst.
Zur Ausstellung erscheint ein Comic, wie die Sprecherin sagte. Zu den Exkursionen, die das Museum 2016 anbietet, gehört am 18. Juni auch eine zum Gelände des früheren Gefängnisses.

Auf dem Areal wurden nach dem Mauerfall viele Gebäude abgerissen. Firmen siedelten sich an, ein Unternehmer sanierte einen Wachturm. Ein Teil der Flächen gehört der Stadt. Sie richtete im früheren Stabsgebäude ein Obdachlosenheim ein. Von den wenigen erhaltenen Gebäuden steht nur eins unter Denkmalschutz. Ins Museum und zu seinen Veranstaltungen kamen im vergangenen Jahr knapp 7.000 Besucher. (dpa)