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Rückblick: Netzpolitik-Bilanz von 2012

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Einen Saalekreis-Verband der Piratenpartei gibt es noch nicht. Dafür aber einen Sprecher. (SYMBOLFOTO: DPA) 
Die Netzpolitik hat sich in diesem Jahr endgültig als eigenständiges Politikfeld etabliert - Grund genug für das Portal «iRights.info», dieses Jahr in einem Rückblick Revue passieren zu lassen. Die Autoren behandeln in kompakten Kapiteln die großen Aufregerthemen der Internet Community.
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Berlin/dpa. 

Von den Ermittlungen gegen kino.to und Megaupload über das Scheitern des Urheberrechtsabkommens Acta als «Big Bang der Netzpolitik» über Vorratsdatenspeicherung und Piratenpartei bis hin zu Open Data und Open Government.

«Wir befinden uns in einer Zeit des Übergangs, der Transformationen», schreibt Philipp Otto in einem Kommentar zur Politik von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. «Doch es ist eine bleierne Zeit, ein luftleerer Raum, der von Stillstand und zaghafter werdenden Urheberrechtsverschärfungen geprägt ist.»

Neben den großen Erregungskurven der netzpolitischen Debatte sprechen einige Beiträge grundsätzliche Fragen an. So beschreibt etwa Katrin Rönicke Geschlechtergerechtigkeit als «ein eigenständiges netzpolitisches Thema - es wird nur noch nicht als solches gesehen». Und Jürgen Keiper fragt nach der langfristigen Erhaltung der Netzkultur in den Bilder- und Filmfluten auf Blogs oder Portalen wie Vimeo und YouTube.

Das Urheberrecht in der digitalen Welt ist der Schwerpunkt des Portals «iRights.info», das inzwischen auch andere Projekte betreibt wie ein Verbraucherportal zum Cloud Computing. «Das Netz 2012 - Jahresrückblick Netzpolitik» ist die erste Buchveröffentlichung des Portals im neu gegründeten Verlag iRights Media.

Abgerundet wird das Buch von Monatschroniken zur Netzpolitik - hier wünscht sich der Leser ein E-Book-Update für den Dezember. Die digitale Ausgabe kostet 4,99 Euro, das gedruckte Buch wird für 14,90 Euro vertrieben.

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