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RTL: «Superstar»-Suche startet mit mäßigem Erfolg

Uhr | Aktualisiert 06.01.2013 22:32 Uhr

Die Jury-Mitglieder Dieter Bohlen (v.l.), Bill Kaulitz und Tom Kaulitz von der Band Tokio Hotel sowie Sänger Mateo bei einem Fototermin für die RTL-Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS).

(BILD: dpa)
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Natürlich muss es ein Erfolg gewesen sein, jedenfalls aus Sicht des veranstaltenden Senders RTL. Eine Eigenmeldung mit der Botschaft, der neue Jury-Putz und aller Werberummel hätten dem Superstar-Rummel doch nicht wirklich auf die Strümpfe geholfen, käme der Wahrheit zwar näher.
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Halle (Saale)/MZ. 

Natürlich muss es ein Erfolg gewesen sein, jedenfalls aus Sicht des veranstaltenden Senders RTL. Eine Eigenmeldung mit der Botschaft, der neue Jury-Putz und aller Werberummel hätten dem Superstar-Rummel doch nicht wirklich auf die Strümpfe geholfen, käme der Wahrheit zwar näher, würde aber weniger gut ankommen bei den Fans von „Deutschland sucht den Superstar“.

Und die muss es ja immer noch geben, mehr als fünf Millionen Zuschauer zum Start der zehnten Staffel am Samstagabend sprechen dafür. Aber vor einem Jahr sind es eben noch eine Million mehr gewesen, die Zustimmungskurve flacht offensichtlich ab. Das hat drei Gründe: Erstens ist, gefühlt, jeder jüngere Mensch aus dem RTL-Zuschauerkreis inzwischen selbst schon einmal Kandidat gewesen. Zweitens haben sich die fiesen, oft auch kränkenden Sprüche des „Superstar“-Paten Dieter Bohlen mit der Zeit verbraucht, der Mann kann sich nicht mehr steigern, gottlob. Und drittens kann man inzwischen auch bei etlichen anderen Sendern in diversen Trittbrettfahrer-Shows sein Glück auf dem Weg zum Weltruhm versuchen.

Direkt gesagt: Das Format ist abgenutzt. Solange das Feuerchen aber noch knistert, wird tapfer gekämpft, bis zum letzten Kandidaten. Einstweilen können sich die Kaulitz-Zwillinge gemeinsam mit Mateo von der Band Culcha Candela als Neu-Juroren beim Publikum in Erinnerung bringen.

Die netten Knaben von Tokio Hotel sind jetzt 23 Jahre alt und planen in Kalifornien seit zwei Jahren das ganz große Ding. Bill sieht mit seiner elektrisierten Frisur und putzigen Mäntelchen trotzdem noch aus wie im falschen Film, aber das macht ja nichts. Sogar gesungen wird noch, diesmal gefielen der schüchterne, pummelige Micha und die hübsche Susan. Ansonsten: Einer wird gewinnen. Diese Erkenntnis danken wird dem 1998 verstorbenen Show-Giganten Hans-Joachim Kulenkampff.

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