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Musiker: Naumburger spielt Schlagzeug bei Clueso

Uhr | Aktualisiert 23.01.2013 14:46 Uhr

Von Naumburg auf die großen Bühnen Deutschlands: Paul Tetzlaff. (FOTO: PRIVAT)

Vom einfachen Kirmeszelt auf die ganz großen Konzertbühnen Deutschland. Was der Traum jedes Covermusikers ist, wurde für den Naumburger Schlagzeuger Paul Tetzlaff (33) Realität. Mit der Band Clueso rund um den gleichnamigen Sänger füllt er Hallen in ganz Deutschland.
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Vom einfachen Kirmeszelt auf die ganz großen Konzertbühnen Deutschland. Was der Traum jedes Covermusikers ist, wurde für den Naumburger Schlagzeuger Paul Tetzlaff (33) Realität. Mit der Band Clueso rund um den gleichnamigen Sänger füllt er Hallen in ganz Deutschland, lag 2008 auf Platz drei der deutschen Album-Charts und hatte Hits wie "Chicago" und "Keinen Zentimeter". Harald Boltze sprach mit ihm.

Paul, hast Du, als Du 2001 noch für Replay trommeltest, schon an die große Karriere gedacht?

Paul Tetzlaff: Davon geträumt habe ich sicherlich. Aber es war so nicht abzusehen. Hätte ich nicht im zweiten Anlauf und im Nachrückverfahren meinen Studienplatz in Leipzig bekommen, wäre ich wohl Krankenpfleger geworden und würde heute vielleicht im Naumburger Krankenhaus arbeiten. Und das wäre auch in Ordnung.

Welche Rolle spielte Naumburg für Deine musikalische Entwicklung?

P. Tetzlaff: Eine ganz wichtige. David Groß, der damals hier für Tiefgang spielte, war mein erstes Vorbild. Später durfte ich für ihn mal einspringen, kam dann zu Replay, was eine großartige Zeit war, vor allem die Auftritte zum Kirschfest.

Seit 2004 bist Du Drummer für Clueso. Beschreib mal, was sich seitdem getan hat.

P. Tetzlaff: Auch hier war es am Anfang nicht abzusehen, dass das mal so 'ne Riesen-Nummer wird. Wobei wir aber alle immer daran geglaubt haben. Unser Durchbruch waren sicherlich die Jahre 2007 und 2008. Erst durften wir - was wirklich selten ist - Herbert Grönemeyers Tour vier Wochen lang supporten, und dann bekamen wir durch den zweiten Platz beim Bundesvisionsongcontest immer mehr Aufmerksamkeit.

Wie war es damals mit Herbert?

P. Tetzlaff. Sehr cool. Der mochte uns, wobei damals seine Tochter immer die Vorbands aussuchte und uns glücklicherweise ziemlich gut fand. Das Supporten ist zwar teilweise ernüchternd, weil man nicht die volle Aufmerksamkeit bekommt. Aber zum Beispiel in der Schalke Arena vor über 60 000 Leuten hat sie Clues'n wirklich gekriegt. Das war gigantisch.

Dann die eigene Tour, Platten-Erfolge. Es ging immer aufwärts, oder?

P. Tetzlaff: Na ja, als Band erlebt man Höhen und Tiefen. Und vor etwa drei Jahren gab es für mich 'ne schwierige Zeit. Aber momentan ist alles gut. Wir sind am Schreiben und Aufnehmen der neuen Platte, die 2014 rauskommen soll. Also alles ganz entspannt.

Du machst neben Clueso noch ein paar andere Musik-Projekte. Schließt Du aus, auch noch mal in Naumburg zu spielen?

P. Tetzlaff: Nein, gar nicht. Letztens haben wir uns als alte Replayer ganz privat in Bad Kösen getroffen. Und warum kein Revivalkonzert? Ich werd's nicht organisieren. Aber wenn man mich fragt, sicher auch nicht Nein sagen.