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Mediengruppe: M. DuMont Schauberg hat ehrgeizige Ziele

Uhr | Aktualisiert 15.01.2013 22:41 Uhr

Der MDS-Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Neven DuMont (r.) mit den Vorständen Isabella Neven DuMont, Christian DuMont Schütte (2. v. re.), Franz Sommerfeld (2.v.l.) und Eberhard Klein (FOTO: STEFAN WORRING)

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Mit Optimismus und ehrgeizigen Zielen geht die Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS), unter deren Dach auch die «Mitteldeutsche Zeitung» erscheint, in das Jahr 2013. "Wir glauben an das Potenzial dieses Hauses", sagte der MDS-Aufsichtsratsvorsitzende, Alfred Neven DuMont, auf dem Neujahrsempfang der Mediengruppe in Köln.
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köln/MZ. 

Mit Optimismus und ehrgeizigen Zielen geht die Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS), unter deren Dach auch die "Mitteldeutsche Zeitung" erscheint, in das Jahr 2013. "Wir glauben an das Potenzial dieses Hauses", sagte der MDS-Aufsichtsratsvorsitzende, Alfred Neven DuMont, auf dem Neujahrsempfang der Mediengruppe in Köln.

Unternehmensvorstand Christian DuMont Schütte hob die Erfolge der digitalen Strategie im abgelaufenen Jahr 2012 hervor, die gerade angesichts der Krise im traditionellen Zeitungsgeschäft und bei den Anzeigenerlösen Anlass zur Zuversicht gäben. So seien die Online-Erlöse 2012 um 29 Prozent gestiegen, das ist fast das Doppelte des Branchendurchschnitts. Die verkaufte Auflage der Apps für Tablet-PCs stieg gar um 225 Prozent. Die Webseiten der MDS-Titel verzeichneten monatlich 2,5 Millionen Besuche mehr als im Vorjahr (plus 7,5 Prozent), und die Page Impressions (Anzahl abgerufener Seiten) der Zeitungs-Onlineangebote für das ganze Jahr beliefen sich auf 2,2 Milliarden.

In 2013 will MDS Reichweite und Nutzung seiner digitalen Angebote um weitere 30 Prozent steigern, ebenso die Erlöse. Für den Verkauf der Apps, die DuMont Schütte als "absolute Spitzenprodukte" bezeichnete, strebt MDS ein Plus von 200 Prozent an. Vorstand Isabella Neven DuMont zeigte sich überzeugt, dass 2013 "ein gutes Jahr für MDS wird - in Digital und Print". Die Zeitungstitel der Gruppe seien nach wie vor die Leitmedien in ihren Erscheinungsgebieten und würden dies auch bleiben.

Im Rückblick auf 2012 bedauerten Alfred Neven DuMont und der Vorstand die Insolvenz der "Frankfurter Rundschau", an der MDS als Mehrheitsgesellschafter 50 Prozent plus eine Stimme hält. Eine Zeitung schließen zu müssen, sei "die größte Niederlage, die ein Verleger erleiden kann", sagte Alfred Neven DuMont. Keiner habe voraussehen können, dass der Entschluss zur Übernahme der FR just vor der Zeit erfolgt sei, in der dann "die Zeitungskrise erst so richtig griff". Die Trennung von der hoch defizitären FR, bei der allein MDS über die Jahre 136 Millionen Euro verloren habe, sei "schmerzlich für uns alle", aber unumgänglich, sagte DuMont Schütte. Es sei "unser ehrlicher Wunsch", dass der Verlag der FR "eine Zukunft hat, die möglichst vielen Mitarbeitern Hoffnung bietet".

Alfred Neven DuMont dankte dem Vorstand und allen Mitarbeitern, die im vergangenen Jahr besonders gefordert gewesen seien. Nach schwierigen Monaten gelte es nun, wieder das Positive zu sehen.

Besonders stolz sei er auf die Entwicklung der "Mitteldeutschen Zeitung", sagte Neven DuMont und wandte sich damit an die Chefredaktion mit Chefredakteur Hartmut Augustin an der Spitze sowie an die Verlagsgeschäftsführer, Ulf Kiegeland und Bernd Preuße.

Aufsichtsrat und Vorstand hoben Leistungen, Kreativität, Teamgeist und Loyalität der MDS-Belegschaft hervor. "Wir beweisen in der Krise Handlungsfähigkeit", betonte DuMont Schütte. "Wir sind Pfadfinder und Wegweiser im Dschungel der Informationen", so Isabella Neven DuMont. Zur Entwicklung neuer Strategien und konkreter Geschäftsfelder sei eine eigene "Stabsstelle Innovation" für die gesamte MDS-Gruppe eingerichtet worden.

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