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Medien: Medienzar Murdoch zwitschert Tweets

Uhr | Aktualisiert 03.01.2012 16:41 Uhr
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Rupert Murdoch

Rupert Murdoch nutzt einen Twitter-Account. (FOTO: DPA)

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Der Kurznachrichtendienst Twitter hat seit dem Jahreswechsel einen weiteren prominenten Nutzer: Medienmogul Rupert Murdoch.
London/dapd. 

In seinen ersten Nachrichten schrieb er über seine Vorsätze für das neue Jahr. Er wolle bescheiden und immer neugierig bleiben, schrieb der 80-Jährige. Eine Sprecherin seines Medienkonzerns News International trat am Montag Zweifeln an der Echtheit der Einträge entgegen und bestätigte, dass sich hinter dem Twitter-Namen «rupertmurdoch» wirklich der Medienzar verberge. Bis Montagmorgen abonnierten bereits über 46.000 Twitter-Nutzer die Meldungen Murdochs.

Auch Murdochs Frau Wendi Deng legte sich ein Twitter-Konto zu. Während ihr Mann mit keinem Wort auf das nach dem Abhörskandal um seine britische Zeitung «News of the World» vielleicht schwierigste Jahr seines Geschäftslebens einging, schrieb «wendi_deng», 2011 seien viele schlimme Dinge passiert. Sie hoffe aber, dass die Probleme im Jahr 2012 gelöst werden könnten. Außerdem erinnerte sie die anderen Internetnutzer daran, dass ihr Name mit «i» und nicht mit «y» geschrieben wird.

Einige Nutzer reagierten mit Sarkasmus auf Murdochs Twitter-Einstieg. «Willkommen bei Twitter», schrieb John Prescott, ehemaliger stellvertretender britischer Premierminister. «Ich habe Ihnen meine Glückwünsche für das neue Jahr auf meinem Anrufbeantworter hinterlassen», schrieb er in Anspielung an die Mitarbeiter Murdochs, die sich unrechtmäßig Zugang zu privaten Telefonsystemen verschafft hatten. Andere Nutzer befürchteten sofort, der Medienzar wolle nun den Twitter-Dienst kaufen.

An den Feiertagen hatte sich Murdoch jedoch offenbar gelangweilt. Er beschwerte sich, dass «zu viele Menschen» auf der exklusiven Karibikinsel St. Barths seien. «Morgen geht's zurück zur Arbeit», schrieb er. «Genug gefaulenzt».

Zuvor wünschte er aber allen ein frohes neues Jahr 2012. «Es könnte besser werden, als die Experten vorhersagen», schrieb er. «Muss es auch! Muss alles geändert werden, um Arbeitsplätze für alle zu schaffen, besonders für die Jungen.»

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