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Kinostart 29. November: «Ruby Sparks»

Uhr | Aktualisiert 29.11.2012 09:22 Uhr
In «Ruby Sparks - meine fabelhafte Freundin» entfaltet sich literarische Kraft gar zu stark. (FOTO: DPA) 
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Die Macht der Worte ist ein vielzitiertes Motiv. Mächtiger als das Schwert sollen sie sein. Doch dass Worte tatsächlich direkt die Realität verändern, ist ein eher seltenes Phänomen - in der Tragikomödie «Ruby Sparks - Meine fabelhafte Freundin» von den «Litte Miss Sunshine»-Machern erlebt Autor Calvin jedoch genau das.
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Berlin/dpa. 

Calvin trifft ein bekanntes Schriftstellerschicksal: Nach seinem ersten Romanerfolg fällt ihm einfach nichts mehr ein. Jeden Tag setzt er sich vor die Schreibmaschine und jeden Tag scheitert er vor dem leeren Blatt Papier. Das soll sich erst ändern, als ihm in seinen Träumen eine schöne Frau begegnet. Da ist ihm klar: Sein nächster Roman soll von dieser Frau handeln. Und so entsteht ein Kapitel nach dem nächsten. Bis genau diese Dame auf einmal in seiner Küche steht. #video

Von nun an entfaltet sich eine Geschichte, die mit den Möglichkeiten eines Autors spielt, der die Kontrolle über seinen fleischgewordenen Charakter hat. Nachdem Calvin den ersten Schock überwunden hat, fängt er eine Liebesbeziehung mit Ruby an, wie er seine literarische Schöpfung tauft. Doch als die erste Euphorie verfliegt und Ruby sich von ihm abzuwenden droht, scheut er nicht davor, die Geschichte in seinem Sinne weiterzuschreiben. Bis er über den ganzen Prozess die Kontrolle verliert.

Dem Regie-Duo Jonathan Dayton und Valerie Faris fehlt nach ihrem Spielfilmdebüt «Little Miss Sunshine» - einem farbenfrohen Roadmovie über die Odyssee zu einer Little Miss-Wahl - nun zwar etwas die Kreativität und Spritzigkeit. Dennoch ist «Ruby Sparks» von einer feinen Balance zwischen Humor und Tragik beseelt, getragen von einem talentierten Ensemble: Während Antonio Banderas nur eine kleinere Nebenrolle vergönnt ist, überzeugen Zoe Kazan als Ruby und Jungschauspieler Paul Dano («There Will Be Blood») als Autor Calvin.

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