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Kinostart 27. Dezember: «Red Dawn»

Uhr | Aktualisiert 27.12.2012 10:42 Uhr
Matt (Josh Peck), Robert (Josh Hutcherson) und Daryl (Connor Cruise) sind Teil der Wolverines (l-r). (FOTO: DPA) 
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Vor knapp 20 Jahren waren es Russen, diesmal sind es Nordkoreaner, die auf der Leinwand die USA angreifen: Das Kino-Remake «Red Dawn» besteht vor allem aus Gewaltszenen und der ersten größeren Rolle von Cruise-Adoptivsohn Connor.
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Berlin/dpa. 

Ein guter Start sieht anders aus: Schon erste Ankündigungen des Filmprojekts «Red Dawn» führten 2008 direkt zu diplomatischen Verstimmungen. Von einem chinesischen Militärschlag auf die USA solle das Werk handeln, hatten die MGM-Studios berichtet. Chinas Medien liefen daraufhin Sturm und beklagten eine Dämonisierung ihres Landes. Und so wurde die chinesische Armee im Film zur nordkoreanischen umfunktioniert - vor allem, um den großen Kinomarkt Chinas nicht zu verlieren, wie die «Los Angeles Times» berichtete.

Nordkoreaner sind also nun die Bösen in «Red Dawn» und greifen aus auch nach 93 Minuten noch immer nicht ganz verständlichen Motiven die Stadt Spokane im westlichen US-Bundesstaat Washington an. Der Football-Quarterback Matt (Josh Peck) erkennt die Gefahr frühzeitig und organisiert gemeinsam mit Freunden und seinem Bruder den bewaffneten Widerstand - auch um seine Freundin Erica (Isabel Lucas) aus den Fängen der feindlichen Angreifer zu befreien.

«Red Dawn» ist die neue Version eines gleichnamigen US-Films aus dem Jahr 1984, der in Deutschland unter dem Titel «Die rote Flut» und unter heftigen Protesten von Friedensaktivisten in die Kinos kam. Mitten im Kalten Krieg griffen damals russische Truppen auf der Leinwand die USA an. In den Hauptrollen waren unter anderem erstmals Patrick Swayze und Jennifer Grey - das spätere Traumpaar aus dem Tanzfilm «Dirty Dancing» - gemeinsam auf der Leinwand zu sehen.

Diesmal zieht vor allem Connor Cruise, der Adoptiv-Sohn aus der 2001 geschiedenen Ehe des Hollywood-Paares Tom Cruise und Nicole Kidman, viel Aufmerksamkeit auf sich. Cruise, der unter anderem auch als DJ arbeitet und 2008 bereits eine kleine Rolle in dem Will Smith-Film «Sieben Leben» ergattern konnte, spielt in «Red Dawn» die Nebenrolle des Widerstandskämpfers Daryl Jenkins.

Aber auch der Hollywood-Glanz, den sein Name beisteuert, kann den Debüt-Film von Regisseur Dan Bradley nicht retten. «Billige Spezialeffekte, schlechte Schauspielleistung», motzte die «New York Times». Zudem machen die äußerst unglaubwürdige Geschichte und die völlig überdimensionierte Ansammlung brutaler Gewaltszenen den Film zu einem mühsamen Erlebnis.

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