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Kinostart 27. Dezember: «Die Vampirschwestern»

Uhr | Aktualisiert 27.12.2012 10:43 Uhr

Dakaria (Laura Roge, l) und Silvania (Marta Martin) sind «Die Vampirschwestern». (FOTO: DPA)

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das darf niemand wissen. Denn nach außen hin wirkt Familie Tepes ganz normal. Dumm nur, dass die Schwestern Dakaria und Silvania voller Ideen stecken. So gibt es reichlich Wirbel, amüsant erzählt im Film «Die Vampirschwestern».
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München/dpa. 

Vampire in der Vorstadt - das darf niemand wissen. Denn nach außen hin wirkt Familie Tepes ganz normal. Dumm nur, dass die Schwestern Dakaria und Silvania voller Ideen stecken. So gibt es reichlich Wirbel, amüsant erzählt im Film «Die Vampirschwestern».

Nach dem Wirbel um die Vampirsaga «Twilight» kommt nun eine jugendfreie Variante ins Kino. «Die Vampirschwestern» nennt sich das vergnügliche Werk, in dem zwei pubertierende Mädchen aus ihrer Heimat Transsilvanien nach Deutschland umziehen. Obwohl sich Familie Tepes nach außen den Anschein von ganz normalen Leuten gibt, werden die Nachbarn bald misstrauisch. Mit viel Humor schildert der Film, wie die spießig-gepflegte Vorortidylle mit der dunklen und chaotischen Vampirswelt zusammenprallt. So bietet die Verfilmung nach den Kinderbüchern von Franziska Gehm knapp 100 Minuten amüsantes Kinovergnügen für die ganze Familie.

Zwar bedient das Werk von Wolfgang Groos einige Klischees und auch die Geschichte ist eher simpel. Doch viele lustige Einfälle und die gute Leistung der Schauspieler, allen voran Christiane Paul, machen das wett. Sie ist die herzliche und etwas chaotische Mutter Elvira, die eigentlich eine Menschenfrau ist. Doch dem düsteren Charme des 2000 Jahre alten Mihai (Stipe Erceg) konnte sie nicht widerstehen. So lebt sie inzwischen recht gut zwischen Särgen, transsilvanischen Erdresten und Blutkonserven im Kühlschrank. Gelungen auch die Filmmusik, die noch lange im Ohr bleibt.

Ein differenzierteres Bild hätte man sich von den Schwestern gewünscht, die wegen ihrer Mutter nur Halbvampire sind. Sie sind etwas klischeehaft geraten. Dakaria (Laura Roge) vermisst Transsilvanien und möchte unbedingt ein Vollblutvampir sein. Silvania (Marta Martin) dagegen will ein echter Mensch werden. Ein Magier (Richy Müller) soll ihnen bei der Umwandlung helfen. Doch natürlich geht alles gründlich daneben. Und so sind die Schwestern auf die Hilfe ihrer neuen Freunde angewiesen, um alles wieder gut zu machen.

Dabei müssen sie auch herausfinden, wer sie wirklich sein wollen. Eine schwere Aufgabe, vor allem für Zwölfjährige mitten in der Pubertät. Gut zu wissen, dass die Jahre der Teenie-Zeit auch in der Vampirwelt nicht anders verlaufen, als bei den Menschen, nämlich stürmisch und für alle Beteiligten sehr, sehr anstrengend.

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