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Kinostart 27. Dezember: «Alexandre Ajas Maniac»

Uhr | Aktualisiert 27.12.2012 10:25 Uhr

Elijah Wood spielt einmal nicht den lieben Frodo. (FOTO: DPA)

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Das breite Publikum kennt Elijah Wood als wackeren Frodo Beutlin aus der «Herr der Ringe»-Trilogie und aus dem ersten «Hobbit»-Film. In dem Horrorfilm «Alexandre Ajas Maniac» zeigt sich der Schauspieler jetzt von einer ganz anderen Seite.
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Berlin/MZ. 

Der amerikanische Regisseur William Lustig schuf mit „Maniac“ 1980 einen Horrorfilm, den die Presse geteilt aufnahm. Das Drehbuch schrieben damals C. A. Rosenberg und Joe Spinell, der auch die Hauptrolle des Serienkillers Frank Zito spielte und in Francis Ford Coppolas „Der Pate“ im ersten und zweiten Teil bekannt wurde.

Nun machte sich der französische Regisseur Franck Khalfoun an ein Remake des Films. Die Hauptrolle übernahm Elijah Wood, dem nach wie vor das Image von „Herr der Ringe“ anhängt. Daran kann auch „Alexandre Ajas Maniac“ nicht viel ändern. Er verlegt die Handlung von New York ins sonnige Los Angeles.

Frank (Elijah Wood) beobachtet eine junge Frau, die aus der Disco mit ihrer Freundin kommt. Er verfolgt sie bis zu ihrer Wohnungstür und sticht sie eiskalt nieder. Als Trophäe skalpiert er sie. Daheim zieht er den Skalp einer Schaufensterpuppe über und kleidet sie wie das Opfer. Einziges Problem sind die Schmeissfliegen, die durch das verwesende Fleisch angezogen werden. Frank versucht es durch chatten, an eine Freundin heranzukommen. Das gelingt tatsächlich, denn Frank ist nicht unansehnlich, aber wie es zum Sex kommen soll, dreht er durch und tötet die Frau.

Fast scheint es, als würde sich sein Leben zum Guten wenden können, als er die junge französische Fotografin Anna (Nora Arnezeder) kennenlernt. Sie freundet sich mit Frank an und fragt ihn, ob sie seine Schaufensterpuppen für ihre Ausstellung verwenden dürfe. Frank sagt zu - und beobachtet jeden ihrer Schritte. Es ist die Sicht des Killers, die hier schocken soll. Doch das Ganze wirkt durch einen Weichzeichner wie abgekupfert aus „Herr der Ringe“. Die deutsche Synchronisation ist stümpferhaft. Gute Szenen bleiben eine Rarität.

Maniac
Horrorthriller, USA 2012,
Regie: Franck Khalfoun
fsk: keine jugendfreigabe

Der Film startet u. a. im Ufa-Kristallpalast Dresden.

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