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Kinostart 17. Januar: «Mavericks»

Uhr | Aktualisiert 17.01.2013 11:58 Uhr
Jonny Weston (r.) als Jay Moriarity und sein Mentor Gerard Butler als Rick «Frosty» Hesson kommen in einer Szene des Kinofilms «Mavericks» mit Surfbrettern aus dem Meer. (FOTO: DPA) 
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Nicht nur Surfer und Extremsportler kommen bei «Mavericks» auf ihre Kosten: Der Film mit Gerard Butler und dem Newcomer Jonny Weston erzählt die wahre Story eines jungen Kaliforniers, der es mit Riesenwellen aufnimmt.
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San Francisco/dpa. 

«Mavericks» ist kein Surfer-Film mit Bikini-Schönheiten und Strandpartys. Vielmehr geht es um Wellenreiter, die es in dem legendären «Mavericks»-Surf-Spot nahe San Francisco mit lebensgefährlichen Riesenwellen aufnehmen. Erzählt wird die wahre Geschichte des jungen Jay Moriarity aus Santa Cruz, der als 16-Jähriger von einer über 15 Meter hohen Monsterwelle überrollt wurde. Die Fotos von seinem spektakulären Wipe-out gingen um die Welt. Moriarity, der 2001 im Alter von 22 Jahren bei einem Tauchunfall ums Leben kam, wurde als Big-Wave-Surfer zur Legende.

Der Hollywood-Newcomer Jonny Weston spielt den vaterlosen Jungen, der ein altes Surf-Brett und einen großen Traum hat. «300»-Star Gerard Butler mimt den wortkargen Wellenreiter Rick «Frosty» Hesson, der den Jungen unter seine Fittiche nimmt. Nur eine eingeschworene Elite von Extremsurfern kannte in den 90er Jahren den verborgenen Surf-Platz an der rauen nordkalifornischen Küste.

Die Wellen reißen den Zuschauer buchstäblich mit, als stecke man mitten in der Wasserlawine, die sich haushoch überschlägt und brodelnd gegen schwarze Klippen prallt. Viele Szenen wurden an Ort und Stelle mit Big-Wave-Surfern gedreht. Auch die Stars bekamen bei den gefährlichen Dreharbeiten ihren Teil ab. Butler wurde von einem Brecher in die Tiefe gerissen, ein Jet-Ski-Retter kam ihm zu Hilfe. Mavericks-Wellen haben schon Menschenleben gefordert, erstmals 1994, als der Surf-Profi Mark Foo nach einem Sturz unter Wasser gehalten wurde und ertrank.

Doch «Mavericks» ist mehr als nur halsbrecherische Action. Ein wenig altmodisch und anrührend erzählen die Regisseure Curtis Hanson («L.A. Confidential») und Michael Apted («James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug») eine Geschichte von tiefer Freundschaft und der Leidenschaft, seinen Träumen zu folgen. Surfer Rick «Frosty» Hesson vergleicht «Mavericks» mit den Sportfilmen «Feld der Träume» und «Blind Side - Die große Chance». Das Wellenreiten werde nur dazu benutzt, um Beziehungen darzustellen, sagte er der «New York Times». «Der Sport ist das Medium, aber nicht der Kern der Geschichte und auch nicht der Grund, warum diese Filme so fesselnd sind.»

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