Vorlesen

Fernsehen: «Sissi»-Marathon reiht sich in Weihnachtsklassiker ein

Uhr | Aktualisiert 19.12.2012 12:46 Uhr
Die Schauspielerin Romy Schneider als Kaiserin Elisabeth (M) und der Theater- und Filmschauspieler Karlheinz Böhm als ihr Gatte Kaiser Franz Joseph von Österreich (2.v.r.) in einer Szene der «Sissi»-Filmtrilogie (undatiertes Archivfoto). (FOTO: DPA) 
Weihnachten hat viel mit Tradition zu tun - auch im Fernsehen. Ob „Sissi“, Loriot („Früher war mehr Lametta!“) oder der James-Stewart-Dauerbrenner „Ist das Leben nicht schön?“
Drucken per Mail
Berlin/dpa. 

Fernsehen an Weihnachten hat viel mit Ritualen zu tun. Einige Filme und Sendungen gehören fest zum Festtagsprogramm, so wie das Tannenbaumschmücken die Bescherung oder ein bestimmtes Essen.

Dieses Jahr etwa findet man die „Sissi“-Trilogie mit Romy Schneider am Ersten Feiertag bei Kabel eins (25.12., ab 16.25 Uhr komplett hintereinander weg, bis ca. 22.15 Uhr). Die ARD zeigt natürlich pflichtgemäß den Loriot-Sketch „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ (24.12., 22.40 Uhr).

Und auch Filme wie „Kevin - Allein zu Haus“ (24.12., 20.15 Uhr bei Sat.1) oder „Das Wunder von Manhattan“ (24.12., 17.45 Uhr bei Sat.1) haben das Zeug zum Weihnachts-TV-Evergreen, auch wenn sie sich praktisch versenden, da am 24. Dezember kaum jemand fernsieht.

Der vielleicht beste Weihnachtsklassiker der Filmgeschichte aber kommt wieder zu später Stunde im ZDF (24.12., 23.20 Uhr): das 76 Jahre alte Fantasy-Melodram „Ist das Leben nicht schön?“ („It's a Wonderful Life“) von Frank Capra mit dem unvergessenen James Stewart in der Hauptrolle.

Und darum geht es: Der von Geldsorgen geplagte herzensgute George Bailey aus dem fiktiven Bedford Falls will sich ausgerechnet an Heiligabend das Leben nehmen. Ein guter Geist kann ihn jedoch retten - und zwar mit einem Trick: Der noch flügellose Anfänger-Engel Clarence führt George durch sein bisheriges Leben und zeigt ihm, was alles Schlechtes seinen Mitmenschen passiert wäre, wenn es ihn nicht gäbe.

Diese sozialromantische Tragikomödie trieft nur so vor Kitsch und Kunstschnee - doch brillante Darsteller und eine feine Ironie bei aller Sentimentalität machen diese Kleinstadt-Komödie aus dem Nachkriegs-Amerika erträglich - und für manchen zu einem fast erweckenden Erlebnis, wie es zum Fest kein Passenderes geben kann.

Auch interessant