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Euro-Krise: Günter Grass kämpft für Griechenland

Uhr | Aktualisiert 13.12.2012 17:28 Uhr
Literaturnobelpreisträger Günter Grass (FOTO: DPA) 
Literaturnobelpreisträger Günter Grass will sein neues Gedicht zu Europas Griechenland-Politik nicht weiter kommentieren. In dem in der „Süddeutschen Zeitung“ erschienenen Werk mit dem Titel „Europas Schande“ beklagt Grass unter anderem, dass Griechenland „als Schuldner nackt an den Pranger gestellt“ werde.
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Lübeck/dpa. 

Literaturnobelpreisträger Günter Grass will sein neues Gedicht zu Europas Griechenland-Politik nicht weiter kommentieren. „Er möchte es nicht ergänzen“, sagte seine Sprecherin Hilke Osohling am Samstag. Alles, was er zu sagen habe, stehe in dem Gedicht. In dem in der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag) erschienenen Werk mit dem Titel „Europas Schande“ beklagt Grass unter anderem, dass Griechenland „als Schuldner nackt an den Pranger gestellt“ und „unter Schrottwert taxiert“ werde.

Vor knapp zwei Monaten war der 84-Jährige wegen seines israelkritischen Gedichts „Was gesagt werden muss“ scharf angegriffen worden. Ihm wurde Antisemitismus vorgeworfen, Israel erklärte den Autor zur unerwünschten Person. Grass sah eine Kampagne gegen sich.

Günter Grass war mit seinem Roman „Die Blechtrommel“ (1959) weltbekannt geworden. 1999 erhielt er den Literaturnobelpreis. Grass galt lange als moralische Instanz in Deutschland. Sein spätes Eingeständnis (2006 in seinem autobiografischen Werk „Beim Häuten der Zwiebel“), dass er kurz vor Kriegsende bei der Waffen-SS war, brachte ihm jedoch den Vorwurf ein, viel von seiner moralischen Glaubwürdigkeit verspielt zu haben.

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