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Mitteldeutsche Zeitung | Unterkünfte für Asylbewerber: Verärgerung in Köthen über Landkreis-Äußerungen
03. December 2013
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Unterkünfte für Asylbewerber: Verärgerung in Köthen über Landkreis-Äußerungen

köthen/MZ/MB -

Verärgert und verständnislos hat sich Monika Heiduczek, Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Köthen, über Äußerungen der Landkreisdezernentin Sabine Engst gezeigt. Engst hatte im Gespräch mit der MZ zum Thema „Unterkünfte für Asylbewerber“ mitgeteilt, dass sie zwar in Köthen mit dem Oberbürgermeister und der Chefin der Wohnungsgesellschaft über die Möglichkeit der Unterbringung von Asylbewerbern gesprochen habe, aber im Ergebnis seien dem Landkreis, der zukünftig wieder mehr Asylbewerber unterbringen muss als in den Jahren zuvor, keine Wohnungen avisiert worden.

Wohnraum in der gewünschten Form nicht vorhanden

Das, so findet Heiduczek, höre sich so an, „als hätten wir uns geweigert, Wohnraum zur Verfügung zu stellen“. Es sei aber vielmehr so gewesen, dass der Landkreis mit bestimmten materiellen und anderen Vorstellungen auf die Suche nach Wohnraum gegangen sei, die man in der gewünschten Form gar nicht habe erfüllen können. „Man hätte zum Beispiel am liebsten im Plattenbau ganze Eingänge angemietet, das aber ist im Bereich Rüsternbreite gar nicht möglich, dort haben wir solche Leerstände nicht.“ Nicht zuletzt deshalb, weil in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Wohnungen in der Rüsternbreite durch Abriss verschwunden seien.

Landkreis sollte auch andere Vermieter anfragen

Man habe also anderswo in Köthen suchen müssen, um Angebote zu finden, die auch andere Kriterien erfüllen sollten: die Stadt sollte von den Wohnungen aus fußläufig gut erreichbar sein, die Wohnungen sollten moderne Heizung haben „und auch die Miete muss dann noch passen“. Man habe die Bestände unter diesen Rahmenbedingungen überprüft - „und wir haben anschließend zwei Wohnungen für eventuellen Bedarf vorgehalten“, so Monika Heiduczek. „Aber der Landkreis hat sich nicht wieder gemeldet.“ Nicht mehr nachzufragen und dann öffentlich zu behaupten, man habe in Köthen nichts angeboten bekommen, sei schon eine seltsame Art und Weise, mit den Fakten umzugehen. Ohnehin sei dem Landkreis empfohlen, in dieser Hinsicht auch mal bei anderen großen Vermietern in Köthen nachzufragen, „es gibt ja nicht nur die Wohnungsgesellschaft“.


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