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Unfall: Mit Karacho in den Supermarkt

Uhr | Aktualisiert 05.12.2012 21:01 Uhr
Die Bresche in der Mauer musste am Mittwoch noch von Handwerkern beseitigt werden. (FOTO: HEIKO REBSCH) 
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Am Mittwoch prallte ein Kleintransporter voll gegen die Wand des Edeka-Einkaufsmarktes in Aken, durchbrach diese und landete mit dem Vorderteil in einem Vorraum der Wurst- und Fleischabteilung. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass dabei niemand verletzt oder gar getötet wurde.
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Aken/MZ. 

Schon wieder ein nicht alltäglicher Verkehrsunfall in Aken: Nachdem hier erst vor wenigen Tagen ein VW-Fahrer ungebremst in die Elbe fuhr, prallte am Mittwoch ein Kleintransporter - ebenfalls der Marke VW - voll gegen die Wand des Edeka-Einkaufsmarktes, durchbrach sie und landete mit dem Vorderteil in einem Vorraum der Wurst- und Fleischabteilung. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass dabei niemand verletzt oder gar getötet wurde.

Zum Crash kam es wenige Minuten nach neun. "Wir waren gerade beim Frühstück in der oberen Etage", so Marktleiterin Hannelore Hennig. "Plötzlich gab es einen Knall - und was für einen!" Nach den ersten Schreckenssekunden eilten alle nach unten. In der Wand des Vorraumes klaffte ein Riesenloch, Glasscherben, kaputte Ziegel und anderer Schutt lag herum. Und am Lenkrad des Lieferwagens saß starr die Fahrerin, die kein Wort herausbringen konnte. Offensichtlich stand sie unter Schock.

"Wir haben uns zuerst um sie gekümmert und dann die Polizei verständigt", schildert die Marktleiterin das Geschehen. Ihr und vor allem den Beschäftigten der Fleisch- und Wurstabteilung sitzt der Schreck auch Stunden nach dem Unfall noch in den Knochen. "In dem Vorraum wird Fleisch zum Verkauf vorbereitet bzw. Ware aus dem Tiefkühlschrank geholt", erklärt Abteilungsleiterin Susanne Biermann. In der Abteilung sind sechs Verkäuferinnen in Schichten tätig. Nur der Frühstückspause ist es zu verdanken, dass in dem gefährlichen Augenblick niemand im Raum war und herumfliegende Ziegel und Glasscherben kein Opfer fanden.

Mitarbeiter und Kunden konnten zuerst nicht verstehen, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Polizei forschte nach. Die 46-jährige Transporter-Fahrerin hatte zuvor in der Susigker Straße ein anderes Fahrzeug überholt. Dabei kam sie nach links von der Straße ab und knallte gegen die Wand an der der Straße zugewandten Ecke des Gebäudes.

Nur wenige Stunden nach dem Unfall waren Mitarbeiter eines Dessauer Unternehmens vor Ort, um den Schaden zu beseitigen. Immerhin wird dieser von der Polizei auf stolze 20 000 Euro geschätzt. Der Schaden am Transporter liegt bei rund 5 000 Euro. Der Inhaber des Gebäudes - der Neukauf-Markt ist hier nur Mieter - hat die dringende Reparatur in die Wege geleitet. "Sonst hätten wir in der Nacht an der Bresche Wache halten müssen", sagt Hannelore Hennig. Sie kann wieder lächeln.

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