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Schloss Köthen: Aufbau des Bach-Abel-Zentrums verdrängt "Erlebniswelt"

Die Bach-Gedenkstätte im Köthener Schloss

Die Bach-Gedenkstätte im Köthener Schloss soll in absehbarer Zeit zu einem Bach-Abel-Zentrum weiterentwickelt werden. Dafür wird ein Konzept erarbeitet, das auch den räumlichen Rahmen absteckt - und nach Lage der Dinge den derzeitigen Platz der Erlebniswelt Deutsche Sprache beansprucht.

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Heiko Rebsch

Köthen -

Das Jahr 2016 wird für das Schloss Köthen ein Jahr der Weichenstellung sein. Und dies trifft nicht nur auf die Hülle zu, sondern auch auf die Inhalte. Dabei spielen die Museen die tragende Rolle - für sie soll bis Mai ein neues Konzept erstellt werden. „Eigentlich sind es mehrere Konzepte“, sagt Michael Schuster, Geschäftsführer der KKM, in deren Verantwortung die Erstellung der Konzepte liegen wird.

„Zunächst muss ein neues Museumskonzept her. Bis Mai“, so Schuster. Dabei gehe es darum, die vorhandenen Sammlungen zu sichten, zu bewerten und darüber nachzudenken, was letztlich gezeigt werden soll und wie. Dies soll mit museumspädagogischen Elementen verknüpft werden. „Das betrifft“, betont der KKM-Chef, „alle Ausstellungsbereiche.“

Erlebniswelt muss umziehen

Gleichzeitig wird die KKM an einem Raumkonzept für das geplante Bach-Abel-Zentrum arbeiten und arbeiten lassen. „Dieses Raumkonzept ist Voraussetzung für die Baumaßnahmen und den Masterplan für das Schloss“, unterstreicht Michael Schuster die Bedeutung dieser Aufgabe, auch wenn das Raumkonzept noch keine inhaltlichen Schwerpunkte, noch kein Ausstellungskonzept festlegt.

Allerdings: Auch wenn das Raumkonzept noch nicht existiert, ist eine Konsequenz daraus schon jetzt absehbar. „Die Erlebniswelt Deutsche Sprache muss umziehen“, sagt Schuster. Denn zum Bach-Abel-Zentrum sollen auch die Gemächer gehören, in denen einst Fürst Leopold residierte, der Bach-Fürst, der genaugenommen auch ein Abel-Fürst ist - allerdings eher für Abel Senior, der in Bachs Hofkapelle die Gambe spielte.

Steht die Frage: Wohin mit der Erlebniswelt? Irgendwo im Schlossbereich, so seine persönliche Meinung, möchte Michael Schuster die Ausstellung schon ansiedeln, allerdings fasst er den Begriff Schlossbereich dabei sehr weit. Nicht nur der Ferdinandsbau kommt dabei zur Sprache, sondern auch das Dürerbundhaus, das nur ganz am Rand zum Schlossterrain gehört.

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