Diesmal referiert Chefarzt Wolfram Seelbinder, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie. "Wenn das Knie innen schmerzt" ist das Thema seiner Vorlesung, die um 11 Uhr beginnt.
Die Vorlesungsreihe war von den Chefärzten des Krankenhauses im Juni 2009 ins Leben gerufen worden. Mit der "Sonntagsvorlesung" soll ein breites Publikum über aktuelle medizinische Themen informiert werden, hieß es damals. Bei Interesse in der Bevölkerung würden regelmäßig weitere Vorträge folgen.
Inzwischen wissen die Mediziner, dass das Interesse beim Publikum vorhanden ist. "Die Vorträge werden gut angenommen", sagt Chefarzt und ärztlicher Direktor Thomas Krüger. Unter den Besuchern seien nicht nur Menschen, die an den jeweiligen Erkrankungen leiden, sondern auch andere Interessenten, die sich lediglich informieren wollen. Zumal die Mediziner die oftmals komplizierten Themen populärwissenschaftlich darzustellen versuchen. "Die Veranstaltung ist mal etwas anderes als eine Sprechstunde. Andererseits können die Zuhörer nach dem Vortrag Fragen an die Referenten stellen und diesen oder jenen Tipp mit nach Hause nehmen."
Nach Angaben von Thomas Krüger wird es auch weiter die Sonntagsvorlesungen geben. Jedes Mal ist eine der insgesamt sechs Abteilungen für einen Vortrag zuständig, so dass Themen unterschiedlicher Sachgebiete zur Sprache kommen. Insgesamt gibt es also sechs Veranstaltungen jährlich. Ein Plan regelt für ein gesamtes Jahr, wann welche Abteilung dran ist. Welche Themen vorgenommen werden, wird jedoch kurzfristig entschieden. Damit haben die Mediziner die Möglichkeit, den Inhalt der Vorlesungen sozusagen nach der der Aktualität des Tages zu wählen.
So ist es auch am kommenden Sonntag. Beim Thema "Schmerzende Knie" konzentriert sich Chefarzt Seelbinder mit Bedacht auf den Innenbereich. "Innen tut es zuerst weh", sagt er. "Das ist das erste Signal, auf das man reagieren sollte. Tut man das, kann eine Prothese hinausgeschoben werden. Sonst könnte es zu spät sein." Auf die erste Knieschmerzen kann nach einem speziellen Stufenprogramm reagiert werden, das vom Referenten erläutert wird. Die Vorlesung richtet sich an Menschen im Alter von 30 Jahre aufwärts, so der Arzt. Fragen sind wie immer erwünscht.