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Köthen: Weihnachtsbaum steht auf dem Markt

Uhr | Aktualisiert 26.11.2012 20:41 Uhr
Bodo Bederke greift nach dem Hammer: Mit schwerem Gerät wurde der Baum an seinem neuen Standort verkeilt. (FOTO: HEIKO REBSCH) 
Pünktlich wenige Tage vor dem ersten Advent ist auf dem Köthener Markt der traditionelle Weihnachtsbaum aufgerichtet worden. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs hatten die gespendete Blaufichte im Zentrum des Platzes aufgerichtet.
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köthen/MZ/MB. 

Weihnachten hat etwas mit Tradition zu tun. Weihnachtsbaum, Weihnachtsmann, Kerzenschein, Adventsmusik, Plätzchenbäckerei und vieles andere mehr gehören zum Kanon der Weihnachtszeit. In Köthen gehört noch anderes dazu. Nämlich das Personal, dass alle Jahre wieder den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz aufrichtet und schmückt.

Da ist zum einen Manfred Röder zu nennen. Der Mann vom Truckservice Köthen gehört zur Stammbesatzung - und zwar als Fahrer des Autodrehkrans, mit dessen Hilfe der Weihnachtsbaum in die Höhe gezogen und am Haken hängend sauber in der Haltehülse versenkt wird. Zu nennen sind Bodo Bederke und Klaus-Dieter Bau. Ein Team vom Betriebshof der Stadt, das nicht nur die Brunnenanlagen und Parks regelmäßig wieder auf Vordermann bringt, sondern vor dem ersten Advent maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass der Baum sicher zum Stehen kommt.

Vergessen werden darf auch nicht Henry Holzknecht. Der Midewa-Beschäftigte steht in den Tagen vor dem Auftritt des Weihnachtsmannes in seinem Ruthmann-Steiger in luftiger Höhe und befestigt nicht nur die weihnachtliche Dekoration in den Straßen der Innenstadt, sondern sorgt am Tag des Baumes auch für die dringend notwendige Verschönerung der Weihnachtstanne, indem er die Beleuchtung anbringt und auch anderen Schmuck.

Und Letzter im unverzichtbaren Köthener Weihnachts-Vorbereitungs-Quintett ist der Weihnachtsmann höchstselbst, verkörpert in der Gestalt von Hans Trenka, der seit 1978 jeweils Anfang Dezember sich einen roten Mantel umhängt und den weißen Bart aufstriegelt.

In diesem Jahr ist die Tanne eine Blaufichte, die aus der Gartensparte am Wasserwerk stammt. Gespendet wurde sie von einer Frau, die dort ihren Garten hat und auf den Nadelbaum gut verzichten konnte. Dass die Weihnachtsbäume von privat gestiftet werden, ist nun schon seit einigen Jahren in Köthen üblich.

Langsam aber, so Dirk Schumann vom Betriebshof der Stadt, werde die Liste derjenigen, die Bäume spenden wollen, kürzer. "Das sind nicht mehr gar so viele, wie noch vor Jahren", sagt Schumann. Aber für einige Zeit werde die Stadt noch auf diesem Weg Bäume für die Weihnachtszeit erhalten.

Manfred Röder ist derjenige, der genau weiß, wie viel er hier am Haken hat. "Der wiegt 800 Kilo", sagt der Mann vom TSK. Sorgen, dass sein Kran dies nicht schaffen könnte, muss er sich nicht machen: "Der schafft bis 25 Tonnen." Während Röder den Baum einschweben lässt, sind Bau, Bederke und ihr Kollege Alexander Ott dabei, den Stamm straff in der Hülse zu verankern.

Schumann umkreist derweil um das Objetkt weihnachtlicher Schönheit mit Argusaugen, um den Baum möglichst kerzengerade ausrichten zu lassen. Ganz kann das beim besten Willen nicht gelingen, weil die Spitze leicht gebogen ist. Da hat die Natur der Geometrie einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Aber das kann Henry Holzknecht fast komplett wieder ausbügeln. Dafür hat er reichlich Dekorationsmaterial an Bord seines Steigers, mit dem er die Fichte bis in die Spitze mit Schleifen und Kugeln und jeder Menge Lichter verziert. Damit ist sie dann aufgehübscht für den großen Moment am kommenden Sonnabend.

Da wird dann wieder der große Märchenumzug durch Köthen stattfinden, der am Bahnhof seinen Ausgangspunkt hat (nachdem der Weihnachtsmann mit dem Zug aus Aken angekommen ist) und auf dem Markt damit endet, dass der Weihnachtsmann namens Hans Trenka gemeinsam mit vielen Kindern die Tanne "anbläst". Und erst wenn dieses erfolgreich geschafft wurde, ist in Köthen die Weihnachtszeit angebrochen.

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