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Köthen: Lichterglanz und Chorgesang

Uhr | Aktualisiert 16.12.2012 21:49 Uhr
Blick von oben auf die dritte Schlossweihnacht: Die Veranstalter hatten sich unübersehbar bemüht, den Besuchern eine möglichst große Vielfalt zu bieten. (FOTO: HEIKO REBSCH) 
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Bei der dritten Auflage zieht einmal mehr Gotthilf Fischer das Publikum in seinen Bann - und ein erfolgreiches Duo wird verabschiedet.
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köthen/MZ. 

"Die beiden haben viele Jahre lang das Bild in der Weihnachtszeit geprägt." Michael Schuster, Geschäftsführer der Köthen Kultur und Marketing GmbH, war schon ein bisschen gerührt bei diesem Abschied. Dicht umringt von ihren zahlreichen kleinen und großen Fans brachten Ilse und Herbert Renneberg zum allerletzten Mal als Rentier Rudolph und sein Schneeflöckchen die Köthener Kinderaugen zum Leuchten. Ein letztes Mal schlüpften sie in ihre Kostüme, bevor diese im Schrank eingemottet werden. Der Abschied fiel den beiden am Samstagabend während der Schlossweihnacht offensichtlich nicht ganz leicht. Mit Tränen in den Augen verabschiedeten sich die Lieblinge der Kinder auf der festlichen Weihnachtsbühne im Köthener Schlosshof. "Bleibt bitte alle gesund - wir haben es gern gemacht", sprach die 74-jährige zu den Köthenern. Rentier Rudolph lüftete nun endlich das Geheimnis, indem er den Kopf des Kostüms abnahm und allen zeigte, wer wirklich hinter dem Rentier mit der roten Nase steckte. Feierlich verabschiedet, entließ Michael Schuster die beiden Senioren in den wohlverdienten Ruhestand.

Schon von den Besuchern erwartet, die außerdem vom Kukakö-"Melkkarussell  und Friends" langsam warmgesungen wurden, schloss sich das Konzert mit dem bekannten Chorleiter Gotthilf Fischer an. Dicht an dicht drängten sich die Besucher um die Bühne, um gemeinsam mit der Chor-Legende Weihnachtslieder zu singen. Ganz gleich, ob man wie eine Heidelerche klang oder eher wie ein Reibeisen - jeder sang mit und hatte Spaß dabei. Als Fischer schließlich das Lied "Lasst uns froh und munter sein" anstimmte, sangen die Köthener ohne Begleitung im Chor weiter. "Das geht einem durch und durch", schwärmte Helgard Lasser, die ebenfalls fröhlich mitsang. "Ich habe zwar sehr kalte Füße, aber ich bleibe trotzdem hier", sagte die Köthenerin und sang entschlossen weiter. Auch Doritt Seiche genoss mit ihrem Partner das weihnachtliche Treiben auf dem Schlosshof. "Ich kann zwar nicht wirklich singen, aber ich singe trotzdem mit. Weil es einfach Spaß macht", erzählt die Köthenerin und strahlt dabei übers ganze Gesicht. So wie ihr war auch vielen anderen Besuchern die Freude am gemeinsamen Singen anzusehen "Alle Politik ist nicht so stark, wie die Musik", bemerkt Fischer, als er diese Stimmung in Köthen sah. "In der Politik geht es durcheinander, bei uns geht es miteinander", so der Chorkönig.

Unter die Sänger und Sängerinnen im Köthener Schlosshof hatte sich kein Geringerer als Eduard Prinz von Anhalt persönlich gemischt. Auch er hielt ein Textheft in der Hand und sang kräftig mit. Er fühle sich in Köthen sehr wohl, so der Chef des Hauses Anhalt. "Es es ein sehr stimmungsvoller und zudem gut riechender Weihnachtsmarkt", stellte er fest.

Chorkönig Fischer hatte nicht zum ersten Mal die Köthener Schlossweihnacht bereichert. In diesem Jahr jedoch fanden sich noch weitaus mehr Besucher als in den letzten Jahren zu seinem Konzert ein. Fischer sagte gegenüber der MZ: "Die Köthener hungern nach Gesang." Auch im kommenden Jahr will Gotthilf Fischer gern wiederkommen. Denn diese ehrliche Begeisterung erlebe er nicht in jeder Stadt.

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