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"Pumuckl": Bernburger interessiert an Gröbziger Kita

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Zwei Vereine und eine Stiftung - allesamt aus Bernburg - bekunden ihr Interesse, die Trägerschaft über die Gröbziger Kita "Pumuckl" zu übernehmen. Alle drei haben Erfahrungen auf diesem Gebiet. Dabei würde jeder der Interessenten, falls er zum Zuge kommt, das jetzige Personal übernehmen. Auch die Elternbeiträge würden stabil bleiben. Bei den drei handelt es sich um die Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis sowie die Vereine "KIDS" und "Rückenwind". Alle drei stellten sich am Mittwochabend dem Kultur- und Sozialausschuss des Stadtrates Südliches Anhalt und anwesenden Eltern von "Pumuckl"-Kindern vor. Falls die Trägerschaft ausgeschrieben wird, wollen sie sich bewerben.
Südliches Anhalt/MZ. 

Zwei Vereine und eine Stiftung - allesamt aus Bernburg - bekunden ihr Interesse, die Trägerschaft über die Gröbziger Kita "Pumuckl" zu übernehmen. Alle drei haben Erfahrungen auf diesem Gebiet. Dabei würde jeder der Interessenten, falls er zum Zuge kommt, das jetzige Personal übernehmen. Auch die Elternbeiträge würden stabil bleiben. Bei den drei handelt es sich um die Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis sowie die Vereine "KIDS" und "Rückenwind". Alle drei stellten sich am Mittwochabend dem Kultur- und Sozialausschuss des Stadtrates Südliches Anhalt und anwesenden Eltern von "Pumuckl"-Kindern vor. Falls die Trägerschaft ausgeschrieben wird, wollen sie sich bewerben.

Zeitpunkt ungewiss

Noch ist es aber nicht so weit. Wie die MZ berichtete, hatte die Stadt Südliches Anhalt dem jetzigen Träger, dem DRK-Kreisverband Köthen, eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen. Zugleich wurde vorsorglich ordentlich gekündigt. Diesem Schritt ging ein heftiger Streit über die Einführung des neuen Erziehungskonzeptes "Bildung elementar - Bildung von Anfang an" voraus. Vor allem die Schaffung eines sogenannten Kinderrestaurants und die Bildung altersübergreifender Gruppen stießen bei einem Großteil der Eltern auf Kritik. Sie sprechen von mangelnder Ordnung und Aufsicht in der Kita sowie von Arroganz des Trägers ihren Hinweisen gegenüber.

Die beiden Kündigungen haben einen Trägerwechsel als Ziel. Dieser ist aber erst dann möglich, wenn zumindest eine rechtswirksam wird. Wäre dies bei der außerordentlichen Kündigung der Fall, könnte der Wechsel bereits im nächsten Jahr erfolgen. Allerdings hat das DRK bereits verlauten lassen, rechtliche Schritte dagegen zu unternehmen. Das könnte die Sache in die Länge ziehen, wenn nicht verhindern. Spätestens aber wenn die ordentliche Kündigung greift, wird das DRK wohl ausgebootet sein. Das wäre im Juni 2014.

Von Bewerbern angetan

Noch hoffen die Eltern aber, dass das DRK das Feld freiwillig räumt, statt die Kita weitere eineinhalb Jahre zu führen. "Es geht doch um unsere Kinder", meinte eine der Mütter am Rande der Ausschusssitzung.

Von den Ausführungen der drei Bewerber in spe waren die Eltern sehr angetan. Ihnen imponierte zum einen die Tatsache, dass alle drei ein Kinderrestaurant und altersübergreifende Gruppen nicht unbedingt als ein Muss sehen. Dabei arbeiten sowohl die beiden Vereine als auch die Stiftung ebenfalls nach dem Konzept "Bildung elementar - Bildung von Anfang an". Zum anderen kamen die Berichte der Bernburger über eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern gut an.

Nachdem das Thema im Ausschuss abgehakt war, gingen die Gespräche zwischen dem "Pumuckl"-Eltern und den Bernburgern im Flur lange weiter. Und mehr als einmal schüttelten die Letzteren ungläubig mit dem Kopf, während die Ersteren ihre Erlebnisse mit dem DRK schilderten.

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