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Luftunterstützung beim Hochwasser: Für Ernstfall aufgerüstet

Uhr | Aktualisiert 04.06.2013 21:47 Uhr
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Hubschrauber

Eine der in Holzdorf stationierten Maschinen vom Typ CH 53 ist gegenwärtig im Raum Leipzig im Einsatz.   (BILD: Sven Gückel)

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Die Bundeswehr beordert Hubschrauber aus ganz Deutschland nach Holzdorf. Die Maschinen helfen im Bedarfsfall bei Notsituationen in den Hochwassergebieten. Bereits 2002 bewähren sich die Helfer aus der Luft.
HOLZDORF/MZ

Angesichts der sich zuspitzenden Situation an den Flüssen setzen die Anrainerkommunen wieder verstärkt auf die Bundeswehr. Diese hatte sich in der Vergangenheit beim Hochwassereinsatz 2002, aber auch 2010 als tatkräftiger Helfer in der Not erwiesen. Bedingt durch die Neuausrichtung der Bundeswehr, in deren Zuge unter anderem Hubschrauber des Typs Bell UH-1D sowie die hier stationierten NH90 aus Holzdorf nahezu komplett abgezogen wurden, stellt sich derzeit der Flugbetrieb am Platz eher verhalten dar. „Gegenüber der Zeit vor einem Jahr haben wir im Augenblick wesentlich weniger Technik und Personal vor Ort“, erläutert Oberstleutnant Stefan Linkogel, Kommandeur der Lufttransportgruppe Holzdorf. Um im Bedarfsfall dennoch auf Gefahrensituationen gut vorbereitet zu sein, wurden im Laufe der vergangenen Stunden mehrere Maschinen nach Holzdorf beordert. So stehen augenblicklich zwei CH 53, fünf Bell UH-1D, zwei BO 105 sowie drei NH90, unter ihnen ein für den medizinischen Einsatz umgerüsteter Hubschrauber mit Ärztin an Bord, für den Notfall bereit. Sollte weiterer Bedarf bestehen, betont Linkogel, ließen sich kurzfristig aus Niederstetten und Landsberg zusätzliche Maschinen nach Holzdorf beordern. Das derzeitige Kontingent wurde aus Laupheim, Fassberg, Niederstetten und Rheine abkommandiert. Ständig einsatzbereit sei ohnehin der Holzdorfer SAR-Hubschrauber.

Koordiniert wird der Einsatz der Maschinen durch das Territorialkommando Ost der Bundeswehr in Berlin. „Zum heutigen Stand sind es 292 Soldaten, die wir im Bedarfsfall abstellen könnten, ohne den laufenden Flugbetrieb oder die Arbeit im CRC Schönewalde zu gefährden“, sagt Oberleutnant Stefan Schmidt, Offizier für Standortangelegenheiten am Bundeswehrstandort Schönewalde-Holzdorf.

Derzeit sind zwei Maschinen im Einsatz, eine CH 53 bei Leipzig, eine UH 1D bei Frankenberg.

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