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Jessen: Letzter Blutspendetermin 2012 erlebt großen Zuspruch

Uhr | Aktualisiert 30.12.2012 19:56 Uhr
Für Kathrin Klausa (29 Jahre) und ihren Bruder Stefan (25) ist das Blutspenden bereits zur Selbstverständlichkeit geworden. (FOTO: EVELYN JOCHADE) 
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Beim letzten Blutspendetermin im Jahr 2012 in der Jessener Region gab es großen Andrang. Am Ende waren es insgesamt 77 Spender, die sich ihr Blut abnehmen ließen.
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Klöden/MZ. 

"Hier in Klöden kommen immer Viele." Margit Leuchtemann, seit gut 20 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Jessen tätig und bei den Spendern auch in der Elb- aue gut bekannt, nimmt die Ankommenden in Empfang, prüft die gelben Spender-Ausweise. Ist alles in Ordnung übergibt sie den Spendenbogen, denn ohne Papierkram geht selbst hier nichts.

Sicherheit ist oberstes Gebot. Sowohl für den Spender als auch für den, der einmal die Blutkonserve erhält. Deshalb müssen die Spender wahrheitsgemäß 25 Fragen beantworten, die dem Arzt, der sie im Anschluss anschaut, ein umfassendes Bild ihres Gesundheitszustandes ermöglichen. In Klöden ist das bei diesem letzten Dezember-Termin Dr. Dieter Rühlmann. Er, Margit Leuchtemann und das Abnahme-Team, welches aus Dessau kommt, sind schon gut eingespielt. Alles läuft professionell und ohne lange Wartezeiten. Und das, obwohl an diesem Tag der Andrang in der alten Schule groß ist.

Selbst Margit Leuchtemann staunt nicht schlecht, als sie nach reichlich einer Stunde bereits 39 Spender zählen kann. "Das kann man nicht so planen", sagt sie, "aber wir rechnen heute mit ungefähr 50 Spendern". Am Ende werden es sogar 77 sein. Gut, dass es da auch noch die ehrenamtlichen Helferinnen gibt. Denn die Spende erfolgt zwar unentgeltlich, aber im Anschluss gibt es selbstverständlich ein kräftigendes und vor allem reichhaltiges sogenanntes Spenderfrühstück.

Und da sich in Klöden die meisten Spender schon über etliche Jahre kennen, werden an der gedeckten Tafel der Frau von der Zeitung bei bester Laune einige Kalauer aufgetischt. Wie er zum Blutspenden kam, begründete Knut Heinrich (43 Jahre) beispielsweise damit, dass er früher bei der Armee vor die Wahl gestellt wurde: Entweder du gehst zur Polit-Schulung oder zur Blutspende.

Ein halbes Kilo weniger

Ähnlich lustig die Argumentation von Steffen Stolle (40) und Thomas Krenz (43). Letzterer, der mit Tochter Theresia (22) gekommen war, möchte auf einen Schlag ein halbes Kilo abnehmen und spielt dabei auf die 500 Milliliter Blut an, die jedem Spender "abgezapft" werden. Wobei weder er selbst noch seine Tochter, die in Gießen als Kriminalkommissarin arbeitet und gerade im Weihnachtsurlaub daheim war, das nötig haben.

Auch Jutta Kralle nicht. Die 58-Jährige ist bereits das 51. Mal zum Spenden gekommen. Schon 1995 hat sie damit angefangen.

"Bravo" möchte man sagen, denn wie wichtig es ist, den Lebenssaft in ausreichender Menge zur Hand zu haben, und wie schnell ihn jeder brauchen kann, hat Kathrin Klausa am eigenen Leib erfahren: "Ich hatte vor Jahren einen schweren Unfall und eine relativ seltene Blutgruppe", erzählt die 29-Jährige, während sie im Abnahmeraum bequem, halb liegend in einem Sessel ruht und ihr Blut in einen kleinen Beutel fließt. Daneben tut es ihr der "kleine" Bruder Stefan (25 Jahre) gleich. "Die ganze Familie habe ich überzeugt und alle Spenden seither Blut."

Keine körperlichen Probleme

Auf die Frage nach irgendwelchen Reaktionen des Körpers schütteln beide den Kopf und Elke Probandt, die die Kanülen legt, meint dazu: "Man muss vorher was essen und trinken. Dann verträgt man das sehr gut."

Übrigens liegt im nächsten Jahr der Abschluss-Spendentermin einen Tag vor Heiligabend. Aber nicht, weil diesmal das viele Gänse- oder Entenfett das abgegebene Blut belastet hätte. Auch der erste Termin für 2013 in der hiesigen Region steht bereits fest: Am 8. Januar (Dienstag) von 16 bis 20 Uhr in der Grundschule Prettin.

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