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Jessen: «Flummy-Kids» stocken auf

Uhr | Aktualisiert 17.01.2013 11:39 Uhr
Jeannette Möller (links) übergibt im Beisein der Pädagogischen Mitarbeiterin Carola Lindner die 400 Euro Anschubfinanzierung für das Schülerfundbüro an die «Think Big»-Projektgruppe der Sekundarschule Jessen-Nord. (FOTO: D. MAYER) 
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Die Schülerfirma "Flummy-Kids", die es schon seit Oktober 2010 an der Sekundarschule Jessen-Nord gibt, ist in der Bildungseinrichtung bei den Mädchen und Jungen wie bei den Lehrern ein Begriff.
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Jessen/MZ. 

Ihr SOS-Schüler-Ausleihservice - er umfasst schulische Arbeitsmaterialien vom Stift über den Taschenrechner bis hin zu Schulbüchern, die ja gelegentlich zu Hause vergessen werden - ist längst etabliert und wird fortlaufend genutzt.

Nun haben die "Flummy-Kids" abermals von sich Reden gemacht, und zwar mit der Erweiterung ihres Geschäftsfeldes um ein Fundbüro. Wie der SOS-Service hat es in den beiden großen Unterrichtspausen geöffnet, ist aus Platzgründen aber getrennt von diesem in einem früheren Vorbereitungsraum untergebracht. Die Idee hinter dem neuen Fundbüro ist schnell erläutert: In der Schule geht etliches verloren. Daher macht ein feststehender Anlaufpunkt Sinn, wo Gefundenes abgegeben beziehungsweise Gesuchtes nachgefragt und abgeholt werden kann.

Bis dato wurden solche Sachen bereits gelegentlich bei den "Flummy-Kids" abgeliefert. Bei denen war ein Fundbüro übrigens schon zu Beginn ihrer Tätigkeit mal im Gespräch. Nun wieder aufgegriffen, per Handzettel und mit Aushängen im Schulgebäude publik gemacht, soll es sich nicht nur auf Dinge erstrecken, die im Hause verloren gehen, sondern auch auf solche, die im Umfeld, zum Beispiel an der Bushaltestelle oder im Schulbus, auftauchen.

Mehrere günstige Faktoren trafen zusammen und machten das Schaffen des Fundbüros möglich, wie die Pädagogische Mitarbeiterin Carola Lindner und Schulsozialarbeiterin Silvia Rick, beide begleiten die Projekte der "Flummy-Kids", erklärten: Zum einen "steht die Schulleitung voll dahinter". Zum anderen habe man verschiedene Kooperationspartner, so den "Wir"-Verein, der seine Erfahrungen einfließen lasse, und das Ordnungsamt der Stadt Jessen, dessen Fundbüro den Sekundarschülern die rechtliche Seite der Angelegenheit erläutern wird. Letztlich ausschlaggebend war jedoch eine Anschubfinanzierung von 400 Euro, die noch Ende vorigen Jahres über das Programm "Think Big" (denke groß) von Fundación Telefónica, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und O2 an die "Flummy-Kids", konkret an deren "Think Big"-Gruppe, flossen. Überbringerin des Geldes war Jeannette Möller, ehrenamtlich für die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) Gräfenhainichen tätig. "Think Big" wird in der Region nämlich über die Ehrenamtsbörse des Landkreises Wittenberg umgesetzt. Und die LEB Gräfenhainichen ist dabei Projektpartner, sorgt für kurze Wege zu den Nutznießern. Übrigens können Initiativen, die gut funktionieren, weiterführend noch einmal mit 1 000 Euro aus dem "Think Big"-Fonds bedacht werden.

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