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Umstrukturierung: Kündigungswelle bei Malsa

Uhr | Aktualisiert 29.01.2013 21:04 Uhr
Herrscht bald Ruhe auf dem Gelände der Malsa Maschinentechnik GmbH? Zumindest die Dreherei wird es zukünftig nicht mehr geben. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK) 
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Die Gerüchteküche in Sandersleben brodelt: Einer der großen Arbeitgeber des Ortes - die Malsa Maschinentechnik GmbH - soll die Produktion verlagern und etlichen Mitarbeitern gekündigt haben.
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sandersleben/MZ. 

Und tatsächlich ist daran zumindest etwas dran: "Wir geben unseren größten der drei Bereiche, die Dreherei, auf und verkaufen die Maschinen", bestätigte Maximilian van de Loo, Gesellschafter der Malsa Beteiligungsgesellschaft mbH, die mit zur Firma gehört, am Dienstag auf Nachfrage der MZ.

Obwohl diese Entscheidung nicht leicht gefallen sei, musste sie aus wirtschaftlichen Gründen getroffen werden, begründete van de Loo weiter. Zwar sei das Werk derzeit sehr gut mit Aufträgen ausgelastet, die Prognosen für die Zukunft seien allerdings weniger gut.



Anzahl der Kündigungen unklar

Seit Mitte der 1990er Jahre wurden in Sandersleben unter anderem Produkte für die Verzahnungsindustrie hergestellt, auch für das Mutterunternehmen der Zahnradwerk Pritzwalk GmbH im Nordwesten von Brandenburg.

Wie viele Mitarbeiter durch die Schließung der Dreherei nun ihren Job verlieren, darüber wollte van de Loo keine Details nennen. Nur so viel: "Derzeit sind 24 Mitarbeiter vor Ort beschäftigt." Als die MZ im Jahr 2007 über das Werk berichtet hatte, waren noch 49 Mitarbeiter in Sandersleben tätig. Laut MZ-Informationen haben etliche Mitarbeiter bereits bei einer ersten Kündigungswelle im September vergangenen Jahres ihre Kündigungen erhalten. Eine zweite Welle sei dann zur Jahreswende gekommen. Glück haben währenddessen die Mitarbeiter, die in den zwei verbleibenden, kleineren Bereichen tätig sind: im Stahlbau und dem Handel von Ersatzteilen für die Landtechnik. Diese sollen auch zukünftig am Standort Sandersleben erhalten bleiben.

"Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", bekräftigt van de Loo. Leider habe sich aber die Lage nach der Wirtschaftskrise 2008 nicht gut genug erholt, um den Standort Sandersleben im vollen Umfang weiter aufrecht zu erhalten. Das bedauert besonders Sanderslebens Ortsbürgermeister Rainer Bittmann (FBM). "Das ist eine einschneidende Entscheidung und besonders schlimm für die Fachkräfte, die ihren Arbeitsplatz verlieren." Die ersten Arbeitslosmeldungen beim Jobcenter Mansfeld-Südharz sind bereits eingegangen. Das bestätigt Presseverantwortliche Yvonne Stechardt-Lauer. Weil der Prozess noch nicht abgeschlossen sei, könne auch sie noch keine genauen Zahlen nennen.

Neue Investoren?

Trotz der Hiobsbotschaft ist Sanderslebens Ortsbürgermeister Bittmann verhalten optimistisch: "Vielleicht findet sich ein neuer Investor. Immerhin sind die Hallen alle gut in Schuss." Eine erste Anfrage zum Gelände habe es schon gegeben. Details wollte er aber noch nicht preisgeben.

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