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Sanierung: Keine Fördermittel für Schloss Mansfeld

Uhr | Aktualisiert 11.01.2013 19:59 Uhr
Das 1859 bis 1861 erbaute Wohnhaus der Familie von der Recke wird als christliche Bildungs- und Begegnungsstätte genutzt. (FOTO: WINTERFELD) 
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Die deutsche Stiftung Denkmalschutz hat bisher noch kein Projekt in Mansfeld gefördert. Für den Förderverein Schloss Mansfeld wird es immer schwieriger, Mittel zu bekommen.
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Mansfeld/MZ. 

"Ist Schloss Mansfeld wirklich so unbedeutend?" Oder sei es - zumindest in Bonn - einfach zu unbekannt? Das fragt sich Rainer Saurbier, der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Mansfeld. Die ehemalige Bundeshauptstadt ist Sitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz - die bisher noch kein einziges Projekt des Vereins gefördert habe, wie Saurbier kritisiert.

"Wir haben in den 13 Jahren Bautätigkeit immer wieder Anträge gestellt", so der Vereinsvorsitzende. Alle seien mit der Begründung abgelehnt worden, dass nicht genug Geld zur Verfügung stehe. Saurbier hat dafür kein Verständnis. "Wir erwarten ja gar keine Riesensummen, aber eine gewisse Beteiligung der Stiftung müsste doch möglich sein." Immerhin sei die Schlosskirche von der Bundesregierung als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt worden.

Für den Verein, der bereits rund elf Millionen Euro auf dem Schloss verbaut habe, werde es immer schwieriger, Fördermittel zu bekommen. Ein Problem dabei ist, dass die einzelnen Baumaßnahmen meistens mehrere hunderttausend bis zu mehr als eine Million Euro kosten. "Die Fördersummen sind allgemein nicht mehr so groß wie früher", so der Vereinsvorsitzende. "Deshalb können wir auch vieles nicht mehr in einem Ruck machen."

So musste zum Beispiel die für das vergangene Jahr geplante Innensanierung des Glockenturms der Kirche verschoben werden. Die Fördermittelanträge seien noch nicht bewilligt. "Ich bin aber optimistisch, dass wir den Turm in diesem Jahr sanieren können."

Wie Saurbier sagte, habe er in einem Schreiben an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sein Unverständnis über die bisher fehlende Unterstützung zum Ausdruck gebracht. Eine Antwort habe er noch nicht erhalten. Auf MZ-Anfrage sagte Thomas Mertz von der Pressestelle der Stiftung, er sei mit dem konkreten Fall nicht vertraut und könne deshalb erst in den nächsten Tagen dazu Stellung nehmen. Generell seien die Mittel der Stiftung angesichts der Vielzahl an Anträgen aber so begrenzt, dass "vier von fünf Anträgen" abgelehnt werden müssten. Die 1985 gegründete private und gemeinnützige Stiftung hat bislang nach eigenen Angaben mit fast 500 Millionen Euro die Restaurierung von mehr als 4 000 Denkmalen gefördert.

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