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Mansfeld-Südharz: Tägliche Hetze zur Schule

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 19:37 Uhr

Celina (v.l.), Florian und Amir brauchen flinke Füße, um pünktlich nach der Fahrt mit dem Bus zur Schule zu kommen. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)

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Viel Glück und Puste brauchen drei Grundschüler aus Welfesholz, um pünktlich zum Unterricht zu kommen. Der Schulbus kommt regulär zu spät.
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Welfesholz/MZ. 

Sonnabend - das bedeutet für Celina, Florian und Amir durchatmen. Ausnahmsweise. In zwei Tagen sitzen die Drei aus Welfesholz allerdings wieder im Schulbus Richtung Gerbstedt und bangen aufs Neue, ob sie rechtzeitig zum Klingelzeichen im Klassenraum sitzen. Die flinken Füße haben sie sich zwar schon seit Schuljahresbeginn antrainiert. "Wenn der Bus, der sie zur Schule bringt, aber an so gut wie allen Haltestellen für andere Fahrgäste anhält, schaffen sie es nicht rechtzeitig zum Unterricht", sagt Melanie Schubert, eine der betroffenen Mütter. Und es kommt nicht selten vor, dass das passiert.

Gerade einmal sieben Minuten haben die Erstklässler für den recht langen Weg zum Schulgebäude. "Sie sind völlig außer Puste, wenn sie ankommen", weiß Schubert, die deshalb schon einiges versucht hat, damit der Bus früher losfährt: Gespräche mit dem Bürgermeister und Schulleiter geführt, einen Brief an den Landrat geschrieben. Bisher mit mäßigem Erfolg. Dabei sei das Risiko zu spät zu kommen jetzt im Winter sogar noch größer, weil der Bus langsamer fahren müsse. "Ich kann das alles nicht verstehen", ist Schubert ratlos.

Rückendeckung bekommt sie auch von der Schulleitung in Gerbstedt. "Wir sind der Verkehrsgesellschaft schon entgegen gekommen, in dem wir den Unterrichtsbeginn um 15 Minuten nach hinten verschoben haben. Mehr geht nicht", sagt Schulleiter Erhard Brichta. Seiner Ansicht nach wäre es nur fair, wenn die Verkehrsgesellschaft der Schule und vor allem den drei Erstklässlern entgegen kommen würde. "Es würde schon reichen, wenn der Bus zehn Minuten früher kommen würde", sagt Brichta, denn: "Es ist nicht schön, wenn die Kinder unter Zeitdruck zum Unterricht kommen." Die größte Befürchtung des Schulleiters, der betroffenen Kinder und Eltern? Dass diese Situation bis Schuljahresende anhält.

"Dem Schulamt und der VGS ist das Problem bekannt", bestätigt Ute Kraft, Prokuristin bei der Verkehrsgesellschaft Südharzlinie (VGS), auf Nachfrage der MZ. Aber so einfach sei es nicht zu lösen. Schließlich sind gerade zu dieser Zeit alle verfügbaren Busse unterwegs, um Schüler zum Unterricht zu bringen. Deshalb ist es laut Kraft schwierig, einfach einen zweiten Bus für die Kinder einzusetzen. Auch die Fahrzeiten vorzuverlegen, sei nicht so leicht: "Wir können nicht einfach die Abfahrtszeit des Busses vorverlegen, denn er ist vorher auf einer anderen Route unterwegs." Dass es überhaupt erst zu solch einer Verspätung gekommen ist, hänge mit dem Hangrutsch bei Sandersleben zusammen. Durch diesen müsse der Bus, bevor er nach Welfesholz kommt, einen langen Umweg fahren. Kraft will dennoch nichts unversucht lassen: "Wenn es eine Möglichkeit gibt, im Interesse der Kinder etwas zu verbessern, tun wird das. Aber dafür brauchen wir noch etwas Zeit zum Überprüfen."

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